Vorläufige Jahreszahlen: Westwing bestätigt aktualisierte Prognose für 2023

Auch von Westwing gibt es seit kurzem vorläufige Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Laut diesen hat der Interior-Spezialist aus München das Geschäftsjahr 2023 mit einem Brutto-Warenvolumen (GMV) von 481 Mio. Euro abgeschlossen. Damit liegt dieser Wert auf dem Niveau des Vorjahres. Denn bereits im vorletzten Geschäftsjahr 2022 war Westwing auf ein GMV von 481 Mio. Euro gekommen. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird laut Westwing aber voraussichtlich „sehr leicht“ unter der GMV-Entwicklung liegen.

Westwing
Neue Marken-Kampagne (Bild: Westwing)

Dementsprechend geht der E-Commerce-Spezialist für Produkte rund um Home & Living davon aus, dass der Netto-Umsatz im Geschäftsjahr 2023 in der oberen Hälfte der prognostizierten Spanne von 390 Mio. bis 440 Mio. Euro liegen wird.

2022 hatten sich beide Werte identisch entwickelt. Denn damals hatte sich das GMV um 18 Prozent reduziert, während parallel der Netto-Umsatz auch um 18 Prozent gesunken war (2022: 431 Mio. Euro). Rückläufig war das Geschäft im Jahr 2022, weil die Umsätze nach eigenen Angaben durch ein „schwieriges Marktumfeld mit schwacher Verbraucherstimmung“ beeinflusst wurden.

Umsatzrückgänge gab es daher wenig überraschend zunächst auch im Geschäftsjahr 2023. So war der Netto-Umsatz im ersten Quartal 2023 um sieben Prozent gesunken und hatte sich im zweiten Quartal 2023 um ein Prozent reduziert. Im dritten Quartal 2023 war Westwing dann der Turnaround gelungen.

Turnaround in der zweiten Jahreshälfte

Denn der Interior-Spezialist konnte den Netto-Umsatz um fünf Prozent steigern, obwohl das Marktumfeld weiter schwierig und die Konsumlaune vieler Menschen nach wie vor gedrückt war. In der angespannten Marktlage konnte Westwing aber von verschiedenen strategischen Initiativen profitieren. So wurde etwa im vergangenen Frühjahr der Online-Shop von Westwing überarbeitet. Und in der zweiten Jahreshälfte 2023 kamen ein Marken-Relaunch und eine neue Marken-Kampagne dazu (siehe entsprechendes Foto oben).

Passend dazu konnte Westwing im vierten Quartal 2023 weiter wachsen und sein GMV dabei um vier Prozent erhöhen (Wert: 147 Mio. Euro), was man unter anderem mit einer „wachsenden Anzahl aktiver Kunden“ begründet. Beim Ergebnis erwartet Westwing im vierten Quartal 2023 ein positives bereinigtes EBITDA. Für das Gesamtjahr 2023 rechnen die Münchner damit, dass sich das bereinigte EBITDA in der oberen Hälfte der zuletzt getroffenen Prognose bewegen wird (+13 Mio. bis +19 Mio. Euro). 2022 gab es beim bereinigten EBITDA noch rote Zahlen (Wert: -4,2 Mio. Euro). Verbessert hat sich das Ergebnis nun unter anderem, weil Westwing mehr Artikel seiner Eigenmarke verkaufen konnte. So schafften Waren der eigenen Westwing Collection im Jahr 2023 schon einen Anteil von 47 Prozent am GMV (22: 41 Prozent).

Besseres Ergebnis als im Vorjahr

Mit den vorläufigen Zahlen bestätigt Westwing seine zuletzt getroffene Prognose. Zwar hatten die Münchner im März zunächst damit gerechnet, im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz zwischen 390 Mio. und 440 Mio. Euro zu erzielen und ein bereinigtes EBITDA zwischen +4 Mio. und +13 Mio. Euro zu erwirtschaften. Bereits damals war Westwing aber davon ausgegangen, dass noch in der zweiten Jahreshälfte 2023 das Geschäft anziehen wird. Weil es im Oktober 2023 dann auch noch besser kam als erwartet, wurde die Prognose für das bereinigte EBITDA für das Geschäftsjahr 2023 im November 2023 angehoben. Der Interior-Spezialist erwartet seitdem ein bereinigtes EBITDA von +13 Mio. bis +19 Mio. Euro. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023 wurde dabei in der oberen Hälfte der Spanne von 390 Mio. bis 440 Mio. Euro bestätigt.

Hinweis: Bei allen Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 und dem vierten Quartal 2023 handelt es sich um vorläufige und ungeprüfte Informationen. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 liefert Westwing am 28. März 2024. Das GMV (Gross Merchandise Volume/Value) definiert Westwing als Produktwert aller gültigen Bestellungen ohne fehlgeschlagene und stornierte Bestellungen sowie ohne prognostizierte Stornierungen. Enthalten ist im Gegensatz zum Netto-Umsatz auch die Mehrwertsteuer.

Westwing war im Jahr 2011 als Shopping-Club gestartet. Vermarktet wurden daher zunächst nur wechselnde Aktionsangebote, die registrierten Mitgliedern vorbehalten waren. Um das Geschäft auszubauen, wurde 2015 mit „Westwing Now“ ein regulärer Online-Shop gestartet. Um diesen zu besuchen, mussten Verbraucher das separate Shop-Portal Westwingnow.de aufrufen. Wer jetzt diese Shopping-Seite aufrufen will, landet seit diesem Frühjahr bei Westwing.de. Denn beide Angebote wurden miteinander verschmolzen, damit Kunden auswählen können, ob sie die Club-Sales nutzen möchten – oder den klassischen Online-Shop. Auf diese neue E-Commerce-Strategie setzt Westwing bei allen elf Länder-Shops, die der Online-Händler betreibt.

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