Virtuelle Ankleide: QVC zieht es in die Shopping-Center

Der Teleshopping-Sender QVC positioniert sich zunehmend als Fashion-Versender. Aus diesem Grund bewerben die Düsseldorfer ihr Mode-Sortiment seit kurzem bereits erstmals über Print-Anzeigen in Frauenzeitschriften (Motto: „QVC zieht an“). Und um weitere Kunden für die Mode von QVC zu begeistern, tourt der Verkaufssender nun durch ausgewählte Einkaufszentren.

QVC-Mode von Thomas RathQVC bewirbt seine exklusiven Mode-Sortimente vor Ort (Bild: Screenshot)

Konkret startet QVC am 10. April eine Deutschland-Tour, die den Teleshopping-Sender in fünf deutsche Städte führt. Dort sind die Düsseldorfer jeweils mit einem eigenen Stand in einem Shopping-Center vertreten, um ihr Mode-Sortiment – erneut unter dem Motto „QVC zieht an“ – potenziellen Neukunden schmackhaft zu machen. Die Tour startet zunächst im Palais Vest in Recklinghausen, wo QVC für zwei Tage vor Ort ist. In den folgenden vier Wochen ist QVC dann immer jeweils für zwei Tage in den Düsseldorf Arcaden, der Mall of Berlin sowie den Höfen am Brühl (Leipzg) und zum Abschuss der Tour in den Pasing Arcaden in München anzutreffen.

QVC-Konzept: Kunden können Mode am Bildschirm virtuell anprobieren

Um Kunden vor Ort für QVC zu begeistern, setzen die Düsseldorfer auf eine virtuelle Ankleide. Das Prinzip: Interessenten können sich am Stand des Verkaufssender vor einem 80 Zoll großen Bildschirm positionieren, wobei über eine Kamera ihr Spiegelbild auf den Flachbildschirm projiziert wird. Anschließend können Verbraucher auf dem Bildschirm die Mode von QVC über ihr digitales Abbild legen, und auf diese Weise die Bekleidung virtuell anprobieren.

Insgesamt können Interessenten aus rund 70 verschiedenen Kleidungsstücken wählen, die sich auf das digitale Abbild legen lassen. Im Angebot ist beispielsweise die Mode-Kollektion „Thom“ von Thomas Rath, die es exklusiv bei QVC zu kaufen gibt (siehe Screenshot). Wer will, kann die Mode im Anschluss sogar direkt vor Ort online bestellen. Damit alles reibungslos funktioniert, werden Besucher an dem Stand von QVC von Mitarbeitern des Verkaufssenders betreut.

Mit der bevorstehenden Deutschland-Tour wagt sich QVC erstmals in deutsche Einkaufszentren vor. Dort werden die Düsseldorfer nun aktiv, weil in Shopping-Centern viele modebegeisterte Verbraucher anzutreffen seien. Diesen gegenüber will sich QVC nicht nur als Fashion-Experte positionieren, sondern durch die Tour auch als innovatives Unternehmen präsentieren.

3D-Scanner von Outfittery

Der 3D-Scanner von Outfittery ermittelt Maße von Kunden (Bild: Outfittery)

In deutschen Einkaufszentren wird auch der auf Curated Shopping spezialisierte Mode-Händler Outfittery aktiv, der bei Verbrauchern mit einem Body-Scanner punkten will. So können sich Verbraucher in einer Box vermessen lassen, um ihre exakten Körpermaße zu ermitteln.

Mit diesen sollen Kunden online bei Outfittery bestellen und in Zukunft von vornherein die richtige Größe wählen können. Während Oufittery auf diese Weise seine Retouren reduzieren will, kann QVC mit seiner virtuellen Ankleide aber nur einen Kaufimpuls setzen. Die Berater vor Ort können Kunden aber die Bestellung erleichtern, indem sie ihnen eine Größe empfehlen.

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Über Stephan Randler 2244 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr