Versand-Apotheken: Rose-Gruppe streicht Stellen in Deutschland

Die Schweizer Zur Rose Group AG strukturiert ihr Versandgeschäft um. Konkret davon betroffen ist der deutsche Standort in Halle (Sachsen Anhalt), wo der Konzern seit dem Jahr 2004 mit der „Zur Rose Pharma GmbH“ vertreten ist. Dieses Unternehmen ist als Dienstleister für Apotheken konzipiert und nicht zuletzt für das Marketing und die Logistik der orstansässigen (Versand-)Apotheke „Zur Rose“ zuständig, die von Apotheker Ulrich Nachtsheim geführt wird – und nicht zur Rose-Gruppe gehört.

Versandapotheke zur Rose
Online-Shop der Rose-Apotheke (Screenshot)

Apotheken-Inhaber Nachtsheim will nun aber „altersbedingt kürzertreten“ und sich aus dem Versandgeschäft zurückziehen, wie die Gruppe meldet.

Deshalb wird der Schweizer Konzern an seinem deutschen Standort auch Stellen im Versand und der Verwaltung streichen. Davon werden nach eigenen Angaben der Rose-Gruppe bis Mitte 2018 rund 40 Mitarbeiter betroffen sein. Die übrigen 90 Stellen am Standort Halle (Saale) sollen dagegen erhalten bleiben. Langfristig will man den Standort sogar ausbauen – dann aber als Dienstleister für die Rose-Gruppe und externe Kunden.

Schließlich gehören zum Konzern auch die Online-Apotheken DocMorris und Vitalsana, die gerade erst übernommen wurde. Diese sollen künftig von einem „Kompetenz-Zentrum für Marketing und Services im Gesundheitswesen“ profitieren, zu dem sich die deutsche „Zur Rose Pharma GmbH“ entwickelt habe.

Bestehende Kunden der Versand-Apotheke „Rose“ wiederum will der Konzern nach dem Rückzug des Inhabers künftig über eine neue Online-Apotheke bedienen, die in den Niederlanden gegründet werden soll. Mitte 2018 soll daher eine neue Versand-Apotheke aktiv werden, die ebenfalls unter der Marke „Rose“ am Markt auftritt – obwohl der Konzern ja bereits mit den beiden Händler-Marken „DocMorris“ und „Vitalsana“ im Versandgeschäft mitmischt. Laut der Gruppe will aber Rose-Apotheker Nachtsheim seinen Bestandskunden weiterhin einen Versandhandel „unter dem gewohnten Branding“ anbieten.

Die Schweizer Rose-Gruppe ist auf den Versandhandel mit Medikamenten spezialisiert. Zur Rose wurde 1993 als Grossistin für Ärzte gegründet, im Jahr 2001 startete dann der Medikamenten-Versand in der Schweiz, 2004 wurde der deutsche Standort gegründet und 2012 der Konkurrent DocMorris erworben. In Deutschland dürfen Versand-Apotheken immer nur von Apothekern betrieben werden. Deshalb ist die Gruppe über den Dienstleister „Rose Pharma“ am Geschäft der deutschen Rose-Apotheke beteiligt.

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