Trotz Sommerhitze: Hawesko-Gruppe mit 2018 „insgesamt zufrieden“

Die Hawesko-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr 2018 mit einem Netto-Umsatz von 524,3 Mio. Euro abgeschlossen. Damit konnte der Handelskonzern aus Hamburg sein Geschäft im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent ausbauen. Dazu beigetragen hat allerdings der österreichische Spezial-Händler Wein & Co, der zum 01. Oktober 2018 übernommen worden war. Ohne diese Akquisition ist daher dem Handelskonzern nur ein minimales Wachstum von 0,7 Prozent auf 510,5 Mio. Euro gelungen.

Thorsten Hermelink
Thorsten Hermelink (Bild: Hawesko)

Nach eigenen Angaben hatten aber auch „anhaltend hohe Temperaturen von über 30 Grad bis Ende September“ das Geschäft erschwert, da Verbraucher statt Wein lieber Schorlen, Eistee oder Wasser getrunken hatten. Vor diesem Hintergrund ist der Konzern daher „insgesamt zufrieden“ mit dem Geschäft.

„Wir sind organisch wie akquisitorisch gewachsen, während der Gesamtmarkt stagnierte“, argumentiert der Vorstandsboss Thorsten Hermelink (siehe Foto links). „Wir haben unsere Marktposition in Deutschland behauptet und mit der Akquisition von Wein & Co. einen strategisch wichtigen Schritt gemacht.“

Im stationären Einzelhandel (Jacques’ plus Wein & Co) konnte der Konzern um 13,1 Prozent auf 172,3 Mio. Euro wachsen, bei Jacques’ allein war der Umsatz um 4,1 Prozent auf 158,5 Mio. Euro gestiegen. Dieses Umsatzwachstum gelang unter anderem durch mehr Werbung. Im Distanzhandel dagegen hat die Gruppe nur einen Umsatz von 165,8 Mio. Euro erreicht, der damit unter dem Niveau des Vorjahres liegt (2017: 170,5 Mio. Euro). Denn bei der Kernmarke Hawesko sowie dem Spanienwein-Spezialisten Vinos hatte sich der Umsatz unter anderem durch die Sommerhitze im dritten Quartal 2018 reduziert.

2018 hatte die Gruppe zunächst mit einem Umsatz-Wachstum von drei Prozent gerechnet sowie mit einem EBIT von 32 bis 33 Mio. Euro (ohne Zukäufe). Wegen dem „langen und heißen Sommer“ wurde die Prognose im Oktober 2018 nach unten korrigiert. Seitdem hatte Hawesko nur noch erwartet, den Umsatz um 2,5 Prozent zu steigern und ein EBIT zwischen 28 Mio. und 30 Mio. Euro zu erreichen.

Das Ergebnis (EBIT) liegt im Jahr 2018 bei 27,7 Mio. Euro (inkl. Einmalbelastungen durch ein negatives Quartalsergebnis bei Wein & Co. von -0,4 Mio. Euro). Vor einem Jahr hatte das EBIT noch 30,4 Mio. Euro betragen. Dieser Rückgang sei unter anderem auf den Umsatzrückgang im dritten Quartal 2018 zurückzuführen, der wiederum durch die lange Sommerhitze im Vorjahr verursacht worden ist.

Der Hawesko-Konzern bedient Kunden über den stationären Einzelhandel (Jacques‘ und Wein & Co) und ist im Großhandel tätig. Über den Versandhandel verkauft die Gruppe zudem noch über verschiedene Online-Händler wie die Kernmarke Hawesko sowie Carl Tesdorpf, Wein & Vinos und Wine Company.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online-und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.534 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr