Trotz Schwächephase: Baur-Versand kann erneut den Umsatz steigern

Die Baur-Gruppe wächst wieder stärker als zuletzt. Denn die Otto-Tochter rechnet damit, das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 (Stichtag: 29. Februar) mit einem Netto-Umsatz von mehr als 830 Mio. Euro abzuschließen. Das entspricht in etwa einem Plus von zwei bis drei Prozent, wie Baur-Chef Patrick Boos in dieser Woche auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Otto-Tochter in Aussicht gestellt hat.

Patrick Boos
Patrick Boos (Bild: Baur-Gruppe)

Zum Vergleich: Im Vorjahr konnte die Baur-Gruppe lediglich um 1,3 Prozent wachsen, weil unter anderem ein heißer Sommer beim Baur-Versand das Geschäft mit Mode erschwert hatte. Dazu hatte die Unito-Gruppe aus dem Baur-Verbund bei ihrer IT umgestellt und deshalb weniger geworben.

Die Österreich-Tochter setzt auch im laufenden Geschäftsjahr 2019/2020 auf Konsolidierung statt auf Wachstum und beendet gerade alle Aktivitäten in Osteuropa, wo Unito unter anderem Online-Shops für den Otto-Versand betreibt. Künftig liegt der Fokus von Unito wieder auf der DACH-Region.

Wachstumsträger in der Baur-Gruppe sind daher aktuell das Dienstleistungsgeschäft und der Online-Shop der Kernmarke Baur. Hier sei das Weihnachtsgeschäft „herausragend“ gelaufen, im Sommer gab es aber eine schwächere Phase mit weniger Bestellungen. Generell ist man übers ganze Jahr mit dem Möbel- und Technikgeschäft zufrieden, während der Anteil vom Kernsortiment „Mode“ gesunken ist.

„Wir spüren deutlich, dass unser Geschäftsmodell unter der Marke Baur immer stärker unter Druck gerät“, berichtet Geschäftsführer Boos (siehe Foto oben). So leide der Baur-Versand unter anderem unter sinkenden Margen und dem Preisdruck im Einzelhandel. Dennoch legt der Baur-Versand auch im laufenden Geschäftsjahr zu – wenn auch wegen der Delle im Sommer nicht ganz so stark wie geplant.

Beim Ergebnis stehe die Baur-Gruppe vor einer „Punktlandung“. So entwickle sich das Ergebnis wie geplant und alle Geschäftsbereiche würden positive Beiträge zum Gruppenergebnis leisten. Unterm Strich wachse die Baur-Gruppe so weiter profitabel – und das trotz einem aggressiven Marktumfeld.

Zur Baur-Gruppe zählen neben dem Baur-Versand auch Dienstleister wie die auf Logistik spezialisierte Baur Fulfillment Solutions GmbH (BFS). Zum Konzern gehört zudem die Unito-Gruppe, die ebenfalls im Handel aktiv ist (u.a. Universal, Otto Österreich und Quelle) und Services wie Fulfillment vermarktet.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online-und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.589 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2408 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr