„Solides Jahr“: Baur-Gruppe trotzt dem heißen Sommerwetter

Die Baur-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr 2018/2019 (Ende: 28. Februar) mit einem Netto-Umsatz von 817 Mio. Euro beendet. Damit steht zwar nur ein minimales Plus von 1,3 Prozent in den Büchern. Im Vorjahr konnte die Otto-Tochter allerdings zweistellig wachsen und einen neuen Rekord-Umsatz von 806 Mio. Euro einfahren, womit sich der Konzern selbst die Messlatte hoch gelegt hatte.

Albert Klein
Albert Klein (Bild: Baur-Gruppe)

„2018/2019 war kein herausragendes Geschäftsjahr, aber ein solides Jahr“, freut sich daher Baur-Chef Albert Klein (siehe Foto), der zum 01. Juli 2019 den Vorsitz der Geschäftsführung der Gruppe an Patrick Boos übergeben wird.

Der Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt, dass die Gruppe bei ihrem Kerngeschäft mit dem Baur-Versand den Umsatz um zwei Prozent erhöhen konnte. Vor einem Jahr war zwar auch hier das Wachstum mit einem Plus von sechs Prozent noch stärker ausgefallen. Damals waren allerdings auch die Rahmenbedingungen für Textil-Händler noch etwas besser gewesen.

„Unser Kernsortiment Fashion behauptete in einem rückläufigen Markt und trotz denkbar schwieriger Rahmenbedingungen im Hitzesommer 2018 den Vorjahresumsatz“, verdeutlicht Klein. „Angesichts der vielen Hiobsbotschaften aus der Textilbranche sind wir damit zufrieden.“ Bei dem Möbelgeschäft vom Baur-Versand sei man dagegen „knapp unter dem Vorjahr“ geblieben, während der Online-Handel mit Technik zweistellig zulegen konnte. Profitieren konnte Baur unter anderem davon, dass Verbraucher immer mehr mobil shoppen und der Baur-Versand diesen Trend mit einer Shopping-App bediene. Dazu habe man mit dem Online-Modeangebot „offensichtlich den Geschmack der Zielkundin getroffen“.

Anders sieht die Entwicklung bei der österreichischen Unito-Gruppe aus, die ebenfalls zum Baur-Verbund gehört. Hier ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, weil die Kollegen verschiedene Umstellungen bei der IT getätigt hatten und daher weniger in Werbung investierten.

Beim Service-Geschäft wiederum konnte unter anderem der Fulfillment-Spezialist BFS seinen Umsatz zwar ausweiten, das selbst gesteckte Ergebnisziel allerdings nicht erreichen. Generell summiere sich zwar das Ergebnis der gesamten Baur-Gruppe laut Konzernchef Klein „erneut auf einen respektablen und zufriedenstellenden Wert“. Im Vergleich zum Vorjahr sei aber auch das Ergebnis knapp unter den Erwartungen geblieben, was der Baur-Chef mit „Planabweichungen“ bei Unito und BFS begründet.

Zur Baur-Gruppe zählen neben dem Baur-Versand auch Dienstleister wie die auf Logistik spezialisierte Baur Fulfillment Solutions GmbH (BFS). Zum Konzern gehört zudem die Unito-Gruppe, die ebenfalls im Handel aktiv ist (u.a. Universal, Otto Österreich und Quelle) und Services wie Fulfillment vermarktet.

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Über Stephan Randler 2288 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr