Halbjahreszahlen: Wachstum der Baur-Gruppe schwächt sich ab

Die Baur-Gruppe hat die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 (Ende: 28. Februar 2019) mit einem Netto-Umsatz von 369 Mio. Euro abgeschlossen. Damit steht ein Plus von drei Prozent in den Büchern, nachdem die Otto-Tochter vor einem Jahr zwischen 01. März und 31. August einen Netto-Umsatz von 359 Mio. Euro eingefahren hatte. Damals gab es aber noch ein Plus von zwölf Prozent.

Albert Klein
Albert Klein (Bild: Baur Gruppe)

Jetzt dagegen hat sich das Wachstum mit einem Zuwachs von drei Prozent in der gesamten Gruppe zwar deutlich abgeschwächt. Die Erwartungen wurden bei der Otto-Tochter nach eigenen Angaben aber dennoch übertroffen.

Schließlich wurde im Vorjahr ein Rekordumsatz eingefahren, der 2018/2019 auch bei einem leichten Plus übertroffen wird. „Wir haben den Schwung aus dem Rekordjahr 2017 gehalten und sind mit den aktuellen Zahlen insgesamt zufrieden“, argumentiert daher stellvertretend Albert Klein (siehe Foto links), Vorsitzender der Baur-Geschäftsführung.

Beim Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt sich zudem, dass Baur bei seinem Kerngeschäft das Wachstum sogar steigern konnte. So hat der Baur-Versand im ersten Halbjahr 2018/2019 um drei Prozent zugelegt, nachdem es hier vor einem Jahr erst ein Plus von gerade einmal einem Prozent gegeben hatte. Zulegen konnte der Baur-Versand jetzt, weil man unter anderem mehr Neukunden gewonnen hat. Konkrete Hintergründe nennt die Otto-Tochter dazu aber auch auf Nachfrage nicht.

Positiv entwickelt hat sich das Geschäft nach eigenen Angaben auch bei der E-Commerce-Agentur Empiriecom und der Baur Fulfillment Solutions GmbH (BFS), die ihren Umsatz zweistellig steigern konnte. Anders sieht die Entwicklung bei der Österreich-Tochter Unito aus, die nur um ein Prozent zulegen konnte. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag das Wachstum noch bei 24 Prozent. Doch dass der Umsatz nun mehr oder weniger stagniert, kommt für die Verantwortlichen jetzt nicht überraschend.

Denn im laufenden Geschäftsjahr hat die Unito-Gruppe verschiedene Umstellungen bei der IT getätigt. Deshalb wurde bewusst weniger in Werbung investiert, damit die Systeme bei laufenden Geschäften umgestellt werden können und nicht am Anschlag sind. Zudem konnte die Unito-Gruppe im Vorjahr ebenfalls einen neuen Rekordumsatz erreichen. Die Verantwortlichen wollen daher nun etwas „Luftholen“, damit die Unito-Gruppe nachher nicht unter einem zu schnellen Wachstum leidet.

Zur Baur-Gruppe zählen neben den Versendern Baur und I’m Walking auch Dienstleister wie BFS und Empiriecom. Zur Gruppe gehört außerdem noch die österreichische Unito-Gruppe, die auch selbst mit mehreren Händler-Marken aktiv ist sowie Service- und Logistik-Dienstleistungen anbietet.

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