Seinz.com: Drogeriemarkt-Kette dm schließt Beauty-Shop für Männer

Unter dem Marken-Namen „Seinz“ hatte die Drogeriemarkt-Kette dm im Frühjahr 2019 einen Sub-Shop an den Start gebracht, um darüber Pflegeprodukte für Männer zu vermarkten. Doch wer das Angebot jetzt nutzen möchte, landet im klassischen dm-Shop. Denn nur anderthalb Jahre nach dem Start ist der separate Beauty-Shop Seinz.com für Männer schon wieder offline. dm zeigt sich dennoch zufrieden.

Sebastian Bayer
Sebastian Bayer (Bild: dm)

„Das Online-Portal war für uns ein wichtiger Baustein, um unsere Kompetenz bei Männerpflege zu stärken und eine eigene Anlaufstelle für diese Kategorie zu etablieren“, argumentiert Sebastian Bayer (siehe Foto links), der bei dm als Geschäftsführer zuständig ist für Marketing und Beschaffung. „Nun folgt die Integration von Seinz.com in unseren Onlineshop dm.de, um der Zielgruppe auch die weiteren für sie relevanten Sortimente zugänglich zu machen.“

Wer daher den Männer-Shop Seinz.com besucht, wird nun weitergeleitet zu der Kategorie „Männerpflege“ bei dm.de – wo es auch Seinz-Produkte gibt.

Denn zeitgleich mit dem Sub-Shop hatte dm vor anderthalb Jahren die gleichnamige Eigenmarke „Seinz“ gestartet, unter der seitdem Shampoos, Duschgel oder Deos für Männer angeboten werden. Die Marke wird auch nach dem Shop-Aus weitergeführt. Produkte von Seinz können Interessenten daher weiter im klassischen dm-Shop bestellen oder vor Ort in den lokalen Märkten kaufen. Gegenüber neuhandeln.de betont dm, dass die Marke von Kunden „sehr gut angenommen“ und daher stetig weiterentwickelt wird.

Aus des Sub-Shops hatte sich schon länger angedeutet

Umso mehr stellt sich dann aber die Frage, warum dm denn nicht weiter einen eigenständigen Beauty-Shop für Männer betreibt. Denn gestartet wurde dieser von der Drogerie ja nicht zuletzt auch deshalb, um männlichen Kunden im Internet eine Anlaufstelle für Themen rund um Pflege, Rasur und Styling zu bieten. Klar lassen sich die Produkte im Internet jetzt nach wie vor bei dm bestellen. Mit der allgemein gehaltenen Kernmarke „dm“ dürfte die Drogeriemarkt-Kette aber männliche Kunden nicht so zielgenau erreichen wie mit einem eigenständigen Online-Auftritt. Insofern drängt sich hier schon der Eindruck auf, dass dm mit dem Shop-Aus von Seinz eine Chance verschenkt – auch wenn das abzusehen war.

dm seinz Checkout
Die Shopping-Funktion bei Seinz.com wurde nicht zu Ende entwickelt (Screenshot)

Denn der Online-Auftritt von Seinz.com wurde nie vollständig ausgebaut. So konnten Verbraucher zwar online Produkte auswählen und in einen Warenkorb legen. Wer dann aber seine Bestellung abschließen wollte, musste das bis dahin gewohnte Marken-Umfeld von Seinz.com verlassen und die Bestellung auf dm.de zu Ende bringen (siehe Abbildung oben). In diesem halbgaren Stadium war der Online-Auftritt an den Start gegangen, ohne dass der Sub-Shop jemals zu Ende entwickelt wurde. Vor diesem Hintergrund konnte man in den vergangenen Monaten bereits erahnen, dass der Online-Auftritt keine Zukunft hat.

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Über Stephan Randler 2698 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.