Schluss mit Stationärgeschäft: Sheego verwirft Shop-in-Shop-Konzept

200 stationäre Standorte für Sheego: Dieses Ziel hatte der Schwab-Versand noch vor drei Jahren für sein hauseigenes Plus-Size-Label ausgegeben. Doch nach gerade einmal 70 Shop-in-Shop-Flächen ist schon wieder Schluss für Sheego im stationären Einzelhandel. Denn bereits Ende März 2018 wird die Otto-Tochter ihre Shop-in-Shop-Aktivitäten auslaufen lassen, wie es gegenüber neuhandeln.de heißt.

Michael Klar Sheego
Michael Klar (Bild: Schwab Versand)

„Gemeinsam mit unseren Handelspartnern haben wir unser Shop-in-Shop-Konzept getestet und dabei viele wertvolle Erfahrungen gesammelt“, verdeutlicht Michael Klar (siehe Foto), der seit anderthalb Jahren als Bereichsleiter für den Vertrieb der Mode-Marke zuständig ist.

Ihm zufolge hätten die stationären Aktivitäten gezeigt, was sich Kunden wünschen und woran der Schwab-Versand an seinem Plus-Size-Label noch arbeiten müsse. „Deshalb haben wir uns entschieden, die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung der Marke einfließen zu lassen.“

Künftig will der Schwab-Versand daher unter der Marke „Sheego“ ein „noch klarer positioniertes Sortiment anbieten“, um damit „passgenauer“ auf die Zielgruppe eingehen zu können. Demnach kann man den Rückzug aus dem stationären Einzelhandel also durchaus so interpretieren, dass die Sheego-Kollektionen bei den Kunden in den Shop-in-Shop-Flächen nicht so angekommen sind wie erhofft.

Möglicherweise hängt der Rückzug aus dem Stationärgeschäft aber auch damit zusammen, dass beim Schwab-Versand das Management gewechselt hat. So hat im vergangenen Jahr unter anderem Geschäftsführerin Sabine Tietz die Otto-Tochter verlassen, nachdem sie in den Jahren zuvor das Stationärgeschäft für Sheego vorangetrieben hatte. Allerdings muss der Rückzug nicht von Dauer sein. „Wir glauben weiter an die Relevanz stationärer Präsenz“, argumentiert stellvertretend Vertriebschef Klar. „Wir lassen unsere Learnings zu gegebener Zeit in ein neues Stationärkonzept einfließen.“

Sheego wurde im Januar 2009 als Große-Größen-Marke von der Schwab Versand GmbH eingeführt, die zur Otto-Gruppe gehört. Zielgruppe sind nach eigenen Angaben „junge, modeorientierte Frauen“ ab Konfektionsgröße 40, die man mit einer „trendigen Mode zu erschwinglichen Preisen“ erreichen will.

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