„Pick & Go“: Jetzt kann man auch in Berlin bei Rewe kassenlos einkaufen

Im Juni hatte man die Eröffnung angekündigt, nun ist es so weit: Unter dem Motto „Pick & Go“ betreibt der Lebensmittel-Händler Rewe jetzt auch in Berlin einen Supermarkt, in dem Verbraucher mit dem Smartphone einchecken und bezahlen können. Dadurch können Kunden im Markt einfach die gewünschten Produkte in ihre Tasche packen und den Laden dann verlassen – ohne dass sie noch an einer Kasse bezahlen müssen.

Rewe Pick&Go
Bild: Rewe Markt GmbH/ Boris Saposchnikow

Dafür müssen Verbraucher zunächst einmal die App „Pick & Go“ von Rewe auf ihrem Smartphone installieren und hier ein Kundenkonto anlegen. Neben der Rechnungsanschrift werden hier auch die Zahlungsmittel hinterlegt, mit denen Verbraucher ihre Käufe später in dem kassenlosen Markt bezahlen können.

Mit der App können Kunden dann im Markt einchecken. Dazu muss man die App starten und an einer Schranke einen QR-Code scannen lassen. Dadurch lassen sich dann alle Einkäufe dem Konto zuordnen, das in der App hinterlegt ist. Jetzt öffnet sich die Schranke und Kunden können ganz normal im Markt einkaufen.

„Einkaufsverhalten hat sich stark verändert“

Im Markt lassen sich daher Artikel aus den Regalen nehmen und wahlweise in eine Einkaufstasche packen oder in den Einkaufswagen legen. Dabei wird automatisch ausgewertet, welche Produkte aus den Regalen entnommen werden. Denn in der Decke des Marktes sind Kameras und Sensoren, die solche Aktivitäten auswerten. Analysiert wird dabei nur, welche Produkte entnommen oder zurückgelegt werden. Es findet weder eine Gesichtserkennung statt noch kann das System den Kunden später einmal wiedererkennen.

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Wenn Kunden alles beisammen haben, können sie den Laden einfach verlassen. Die Rechnung erscheint danach in der Rewe-App, über die der fällige Betrag auch abgerechnet wird. Damit bleibt Kunden nicht nur das lästige Schlangestehen an der Kasse erspart. Kunden müssen auch nicht mehr mühsam Artikel aus der Einkaufstasche kramen und auf das Kassenband legen, um zu bezahlen. „Das Einkaufsverhalten unserer Kunden hat sich in den letzten Jahren stark verändert“, weiß Christoph Eltze, Vorstandsmitglied der Rewe-Gruppe. „Darauf müssen wir mit flexiblen und passenden Angeboten über die richtigen Kanäle reagieren.“

Auch im neuen Markt in der Schönhauser Allee 130 in Berlin setzt Rewe bei der technischen Umsetzung auf den Dienstleister Trigo Vision, der auf Computer-Vision-Technologie spezialisiert ist. Mit diesem Partner kooperiert der Lebensmittel-Händler auch schon in Köln, wo Kunden bereits seit einem Jahr kassenlos im Supermarkt einkaufen können. Hier wie da gilt aber: Wer will, kann im Rewe-Markt auf Wunsch auch ganz klassisch an einer Kasse bezahlen. Ein smarter Ansatz. Denn so kann Rewe neue Kunden erreichen, die sich ein modernes Einkaufserlebnis wünschen – ohne die klassische Kundschaft vor den Kopf zu stoßen.

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Über Stephan Randler 3203 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.