Deutliches Wachstum im Jahr 2023: Rebuy profitiert auch von Konsumkrise

Der Gebrauchtwaren-Händler Rebuy hat das vergangene Geschäftsjahr 2023 mit einem Netto-Umsatz von 216 Mio. Euro abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Re-Commerce-Unternehmen damit um rund sechs Prozent zulegen. Schließlich waren die Berliner im Geschäftsjahr 2022 auf einen Netto-Umsatz von 204 Mio. Euro gekommen. Damals war das Wachstum mit einem Plus von rund zwölf Prozent zwar stärker ausgefallen. Die aktuelle Geschäftsentwicklung kann sich jetzt aber dennoch mehr als sehen lassen.

Philipp Gattner
Rebuy-CEO Philipp Gattner (Bild: Rebuy)

Zum einen steht im Jahr 2023 nämlich mit einem Wert von 216 Mio. Euro ein neuer Rekordumsatz in den Büchern der Berliner, die mit gebrauchten Medien und Elektronikartikeln aus zweiter Hand handeln. Zum anderen konnte Rebuy in einem Marktumfeld zulegen, in dem sich andere Händler derzeit schwer tun.

Denn nach Zahlen vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) haben Verbraucher hierzulande im Jahr 2023 in Summe fast zwölf Prozent weniger für Waren im E-Commerce ausgegeben als noch 2022. Zweistellige Einbußen gab es auch beim Online-Geschäft mit Elektronik.

Kein Wunder. Schließlich halten Kunden ihr Geld zusammen, wenn hohe Energiepreise und Inflation ihr Budget schmälern. Während die miese Konsumstimmung aber vielen Händlern das Geschäft erschwert, spielt Rebuy die aktuelle Situation ein Stück weit in die Karten. Denn die Krise bewirkt, dass sich mehr Menschen für Second-Hand-Artikel interessieren – schließlich sind diese meistens spürbar günstiger als neue Produkte. „Das Schöne an unseren Produkten ist, dass Preisersparnis und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen“, betont auch Philipp Gattner (siehe Foto oben), der CEO von Rebuy ist. „Denn jedes Gerät, das durch uns ein zweites Leben bekommt, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.“

Mehrere Faktoren befeuern das Geschäft

Profitieren konnte Rebuy im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auch davon, dass sich jetzt mehr Menschen für Nachhaltigkeit begeistern und daher gebrauchte Waren kaufen. Die Berliner haben in den vergangenen Jahren zudem immer wieder in Branding investiert, was sich nun auszuzahlen scheint.

Das Geschäftsmodell von Rebuy besteht darin, gebrauchte Ware von Verbrauchern anzukaufen und sie als Second-Hand-Ware erneut Konsumenten anzubieten. Gehandelt werden unter anderem Medien wie CDs, DVDs und Bücher sowie Elektronik wie Smartphones, Tablet-PCs oder Wearables. Europaweit ist Rebuy in sieben Ländern aktiv, die Umsätze werden aber hauptsächlich im Inland getätigt. Verkauft wird über eigene Shops und Online-Marktplätze. Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 konnte Rebuy nach eigenen Angaben das fünfte Jahr in Folge schwarze Zahlen schreiben und das bisher höchste EBITDA der Firmengeschichte erzielen. Konkrete Zahlen nennen die Berliner nicht, im Jahr zuvor gab es ein EBITDA von 3,4 Mio. Euro.

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