„Real.de wird Kaufland.de“: Schwarz-Gruppe baut ihr Online-Geschäft um

Im vergangenen Jahr hatte die Schwarz-Gruppe den Online-Marktplatz Real.de übernommen. Dieser Schritt wird nun auch nach außen hin sichtbar. Denn ab sofort steht neben dem Real-Logo auf der Online-Plattform zusätzlich die Anmerkung: „Real.de wird Kaufland.de“. Denn die Supermarkt-Kette Kaufland gehört ja zu der Schwarz-Gruppe, die zudem hinter dem Lebensmittel-Discounter Lidl steht.

Real.de Kaufland
Real.de wird bald zu Kaufland.de

Mit dem Umzug von Real.de zu Kaufland.de steigt jetzt der Supermarkt der Schwarz-Gruppe offiziell in den Online-Handel ein. Denn aktuell findet man auf Kaufland.de zwar Infos zum Sortiment und zu Aktionen. Bestellen lassen sich Artikel aber nicht, sondern lediglich auf eine Einkaufsliste setzen.

„Die Integration auf kaufland.de ist für uns der Startschuss, um Kunden des stationären Handels für die Angebote unseres Marktplatzes zu begeistern und – andersherum – unsere Marktplatz-Kunden für die Angebote unserer Kaufland-Märkte“, erklärt Rolf Schumann, Vorstand für die Digitalisierung.

Ab dem 14. April soll das bestehende Online-Angebot von Real.de komplett auf Kaufland.de abrufbar sein. Für Handelspartner soll sich sonst aber nichts ändern. Denn die Angebote und die Einstellungen der Online-Händler bleiben erhalten, die aktuell bereits auf Real.de verkaufen. Auch Ansprechpartner und Service bleiben erhalten, wie das Partner-Management von Real.de in einer Mail heute verspricht.

Bestehendes Online-Sortiment soll ausgebaut werden

Auf dem Online-Marktplatz Real.de sind nach eigenen Angaben derzeit über 5.000 Online-Händler aktiv. Im Oktober 2020 hatte die Schwarz-Gruppe das E-Commerce-Angebot übernommen, um mit der Marke Kaufland in den Online-Handel einzusteigen. Bei der Discount-Marke Lidl gibt es bereits einen Online-Shop, in dem allerdings vor allem Non-Food-Artikel angeboten werden. Lebensmittel gibt es bei Lidl zwar prinzipiell auch im Online-Shop zu kaufen. Der Fokus liegt aber auf haltbaren Waren wie Wein.

Auf dem Online-Marktplatz von Kaufland.de sollen Kunden aus über 25 Millionen Artikeln in rund 5.000 Produktkategorien auswählen können. Darunter befinden sich zum Start auch über 300.000 Artikel, die von Kaufland direkt verkauft werden. Dabei liegt auch hier der Fokus auf Non-Food-Angeboten. Neben Elektronik, Haushalts- und Spielwaren gibt es unter anderem Möbel, Sportgeräte, Fahrräder und KFZ-Zubehör sowie haltbare Lebensmittel wie Getränke, Süßigkeiten und Konserven. Die Zahl der Händler sowie das Angebot aus dem Eigensortiment von Kaufland soll aber künftig weiter ausgebaut werden.

Aktuell gibt es auf dem Online-Marktplatz auch noch Angebote, die von Real selbst angeboten werden. Dahinter steht aber nicht die Real GmbH, die nach wie vor stationäre Supermärkte betreibt. Es handelt sich vielmehr um die Real Digital Operations GmbH, die nun ebenfalls zur Schwarz-Gruppe gehört. Mit dem Online-Marktplatz wurden nämlich auch drei Lager mit Waren wie Elektronik übernommen. Diese werden nun noch von der Schwarz-Gruppe abverkauft, die Lager zukünftig für eigene Waren genutzt.

Real betreibt seit dem Jahr 2010 einen eigenen Online-Shop. Seit dem Jahr 2017 können zudem externe Handelspartner über die Online-Plattform verkaufen wie bei Amazon oder eBay. Hinter diesen beiden Platzhirschen habe sich Real.de in den vergangenen Jahren zu dem drittgrößten Online-Marktplatz in Deutschland entwickelt. Verkauft wurde die Online-Plattform von Real dennoch, weil sich im Vorjahr die bisherige Konzern-Mutter Metro von dem SB-Warenhausgeschäft der Handelskette Real getrennt hatte.

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Über Stephan Randler 2771 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.