Rangliste: Die größten Online-Shops in der Schweiz und Österreich

Amazon, Otto und Zalando: Diese drei Versender dominieren den deutschen E-Commerce-Markt, wie ich im Herbst auf neuhandeln.de berichtet hatte. Doch wie ist es eigentlich in unseren Nachbarländern um die E-Commerce-Landschaft bestellt? Zumindest in Österreich ergibt sich gerade ein ähnliches Bild.

E-Commerce Österreich

Das verdeutlicht nun eine aktuelle Marktstudie von dem Kölner EHI Retail Institute, das bereits die Rangliste der umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland ermittelt hat. Demnach zählen auch in Österreich nun Amazon und Zalando zu den größten Versendern und auch die Otto-Gruppe ist in den Top 3 der Rangliste vertreten – nicht mit der Kernmarke „Otto“, dafür mit dem Universal-Versand.

Diese Mischung aus einheimischen Versendern und internationalen Playern steht stellvertretend für den gesamten E-Commerce-Markt in Österreich. Denn laut der EHI-Studie stammt fast die Hälfte der 250 umsatzstärksten Online-Shops in Österreich aus dem Ausland – und davon hat wiederum der Großteil seinen Sitz in Deutschland wie es bei Otto und Zalando der Fall ist. Laut EHI-Zahlen konnten zudem generell die 250 größten Online-Shops im vergangenen Jahr jeweils ein Umsatzplus erreichen.

E-Commerce Schweiz

In Summe konnten die 250 umsatzstärksten Online-Shops in Österreich im vergangenen Jahr ihren Umsatz damit von zuvor 2,5 Mrd. Euro auf nun 2,7 Mrd. Euro erhöhen, was einem Plus von 9,2 Prozent entspricht. Positiv entwickelt sich auch der E-Commerce in der Schweiz, wo die 250 umsatzstärksten Online-Shops im vergangenen Jahr laut der EHI-Erhebung ihre Umsätze von zuvor 6,6 Mrd. Franken auf 7,0 Mrd. Franken ausbauen konnten. Das bedeutet ein Wachstum von 5,7 Prozent zum Vorjahr.

Im Gegensatz zu Österreich ist der E-Commerce-Markt in der Schweiz aber weitaus lokaler geprägt. So stammt nur gut ein Viertel der Top-250-Onlineshops aktuell aus dem Ausland (wobei dann aber auch hier mehr als die Hälfte aus Deutschland kommt). Diese Struktur prägt daher auch die Top 10, wo es von einheimischen Anbietern wie Digitec, Galaxus, LeShop und Coop@Home geradezu wimmelt.

Kein Wunder. Da die Schweiz nicht zur EU gehört, ist die Zollbarriere ein Thema. Dennoch boomt auch in der Schweiz die Nachfrage nach Produkten von ausländischen Online-Marktplätzen. Denn laut einer Marktanalyse der Schweizer E-Commerce-Beratung Carpathia konnten in der Alpenrepublik im Vorjahr die Online-Marktplätze Aliexpress.com (China) und Wish.com (USA) stark zulegen. Im EHI-Ranking fehlen diese Namen, da hier keine Marktplätze berücksichtigt wurden. Die Amazon-Zahlen beziehen sich daher in Österreich und der Schweiz immer nur auf Umsätze, die über eigene Warenverkäufe erzielt wurden.

Die Zahlen der Marktanalyse basieren zum einen auf einer Händler-Befragung durch das EHI und zum anderen auf Hochrechnungen von Statista sowie Unternehmensangaben. Dabei wurde ausschließlich der Umsatz mit physischen Gütern berücksichtigt – ohne Mehrwertsteuer sowie nach Retouren und ohne sonstige betriebliche Erträge des Unternehmens, die nicht aus dem Warenverkauf stammen.

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