Pop-Up-Stores: Blue Tomato eröffnet, Urbanara verlängert

Ob Hawesko, Sheego oder Zalando: Immer mehr Big Player aus dem Online- und Multichannel-Handel experimentieren mit Pop-Up-Stores. Es passt daher gut ins Bild, dass nun auch der österreichische Sportswear-Spezialist Blue Tomato ein Ladengeschäft auf Zeit eröffnet:

Blue Tomato

Bildquelle: Screenshot

„Blue Tomato nistet sich für seinen zweitägigen Lagerverkauf in eine der aktuell angesagtesten Locations in der Münchner Innenstadt ein. Am Freitag, 10. und Samstag, 11. Oktober gibt es auf den knapp 1.000 qm des ehemaligen Heizkraftwerks des mixed munich arts bis zu minus 80% Rabatt auf Ski- und Snowboard Hardware, Outerwear, Bags, Streetwear und Sneakers.“

Bei Blue Tomato steht also der Abverkauf im Mittelpunkt. Das unterscheidet das Konzept der Österreicher beispielsweise von den Pop-Up-Stores von Hawesko und Sheego, die zwar auch verkaufen, aber nicht zuletzt auch die Bekannheit der Versendermarken steigern sollen.

Interessant ist bei Blue Tomato auch, dass der Lagerverkauf in einer angesagten Event-Location stattfindet. Denn in der Rosenheimer Straße 2 betreiben die Österreicher bereits ein reguläres Ladengeschäft in der bayerischen Landeshauptstadt. Dort reicht aber die Fläche nicht aus, um die über 20.000 Abverkaufsprodukte zu präsentieren, wie man auf Nachfrage argumentiert.

Während Blue Tomato seinen Pop-Up-Store neu eröffnet, geht der auf nachhaltige Accessoires und Textilien spezialisierte Online-Händler Urbanara in die nächste Runde. Denn die Berliner sind bereits seit Mitte Mai mit einem Pop-Up-Store im Einkaufscenter Bikini Berlin vertreten, der ursprünglich in diesem Monat wieder schließen sollte. Mit über 500 Besuchern pro Woche und einem wöchentlichen Umsatz im vierstelligen Bereich sei der Offline-Store aber ein voller Erfolg, so dass die Laufzeit des Pop-Up-Shops nun bis Mitte Januar 2015 verlängert wird:

Für uns bestätigen die Zahlen und das durchweg positive Feedback der Besucher, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unser Konzept und unsere Produkte überzeugen. Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Shop so viel Anklang findet und haben uns deshalb entschieden unseren Mietvertrag bis Anfang nächsten Jahres zu verlängern“, erklärt Geschäftsführer Benjamin Esser.“

Kurioserweise betreibt auch Urbanara ein normales Ladengeschäft in Berlin. Der Versender ist damit wie Blue Tomato in einer Stadt aktiv, in der Kunden auch regulär offline kaufen können. Während man im Pop-Up-Store von Urbanara aber Produkte ganz normal kaufen kann, ist das reguläre Ladengeschäft als ein Showroom konzipiert. Die Kunden informieren sich hier meist vor Ort nur, um die Waren dann bequem von zu Hause aus im Online-Shop zu bestellen.

Wer ebenfalls mit Pop-Up-Stores experimentieren will, kann ebenfalls in Berlin fündig werden. So stehen im Einkaufscenter Bikini Berlin 19 Pop-Up-Stores für (Online-)Händler zur Verfügung. Dazu werden auch im neuen Einkaufszentrum Milaneo in Stuttgart künftig Flächen für Pop-Up-Stores zur Verfügung stehen, die interessierte (Online-)Händler anmieten können.

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Über Stephan Randler 2244 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr