Personalie: SportScheck holt Finanzchef von Peter Hahn

Bei Multichannel-Händler SportScheck gibt es wieder einmal einen Wechsel im Management. Nachdem im vergangenen Sommer bereits mit Jürgen Habermann ein Geschäftsführer die Otto-Tochter verlassen hatte, verabschiedet sich nun auch Geschäftsführer Guido Jaenisch. Er verlässt SportScheck zum 31. August, um sich dann einer neuen Herausforderung zu stellen.

Lars SchöneweißSein Nachfolger steht bereits fest: So übernimmt Lars Schöneweiß (siehe Foto links) zum 01. Oktober 2015 die Position von Jaenisch und wird als Geschäftsführer bei SportScheck künftig für Finanzen, IT und Controlling sowie Logistik und Personal verantwortlich sein. Der 46-jährige Neuzugang kommt von dem auf Best Ager spezialisierten Mode-Versender Peter Hahn, wo er als Geschäftsführer ebenfalls schon für Finanzen, IT, Logistik und Personal zuständig war. Zuvor war er als alleiniger Geschäftsführer bereits für die Marke Joop verantwortlich.

Im Management von SportScheck arbeitet er zusammen mit Geschäftsführer Stefan Herzog, der weiter für den Einkauf verantwortlich bleibt. Das Management-Trio komplettiert Markus Rech (42), der zum 14. September in das Unternehmen eintritt und als Vorsitzender der Geschäftsführung dann für Strategie und Unternehmensentwicklung zuständig ist.

Zu seinen Aufgabenbereichen gehören dabei auch der stationäre Vertrieb in den Filialen, das Geschäft im E-Commerce sowie Customer Intelligence und Marketing. Rech kommt von der Engelhorn Sports GmbH und folgt bei SportScheck auf den früheren Geschäftsführer Jürgen Habermann, der in der Otto-Gruppe wechselte und heute Geschäftsführer bei Heine ist.

Neuigkeiten gibt es bei SportScheck gerade aber nicht nur beim Management, sondern auch beim Filialgeschäft. Konkret geht es um das Ladengeschäft in Essen (Limbecker Straße 25).

SportScheck FilialenSportScheck betreibt derzeit bundesweit 19 Filialen (Bild: Screenshot)

Die Filiale mit 5.500 Quadratmetern Fläche sei für Essen eigentlich zu groß, wie der Händler vor einem halben Jahr noch gegenüber der Presse erklärt hatte. Damals hieß es, dass SportScheck im Ruhrgebiet “betriebswirtschaftlich nicht erfolgreich” wirtschaften könne und der Vermieter dem Händler auch “nicht entgegengekommen“ sei. Aus diesen Gründen hatte SportScheck den Mietvertrag nicht verlängert, das Geschäft in Essen sollte Anfang 2016 geschlossen werden.

Laut der westdeutschen Lokalpresse hat SportScheck den Mietvertrag jetzt dennoch um ein Jahr verlängert. Auf Nachfrage hat sich die Otto-Tochter bislang nicht zu den Hintergründen geäußert. Es sieht aber danach aus, dass SportScheck neue Mietkonditionen erreichen konnte.

SportScheck betreibt derzeit bundesweit 19 Filialen und verkauft außerdem im Versandhandel mit einem Online-Shop und über Print-Kataloge. Nach Angaben des Otto-Konzerns hatte sich der Netto-Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar) um sieben Prozent auf 296 Mio. Euro verringert, nachdem der Umsatz bereits im Jahr zuvor um 5,1 Prozent auf 319 Mio. Euro geschmolzen war. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hatten zudem Umstellungen bei der Logistik zu „deutlichen Ergebnisverlusten“ bei SportScheck geführt.

Update (26. August; 19:26 Uhr): Inzwischen hat SportScheck offiziell bestätigt, dass man neue Mietkonditionen für das Filialgeschäft in Essen erreichen konnte und den Vertrag um ein Jahr verlängert hat. Ob man über das Jahr 2016 in Essen bleibt, sei momentan aber noch offen.

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Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr