Otto-Shop „Edited“: Neue Stores, neue Sortimentsstrategie

Die auf Mode spezialisierte Otto-Tochter „About You“ überarbeitet das Verkaufskonzept bei ihrem Online-Shop Edited.de, über den das Start-Up aus dem Handelskonzern seit Frühjahr 2014 im Fashion-Handel mitmischt. Zum Start wurde dort neben Mode der gleichnamigen Eigenmarke „Edited“ auch noch eine handverlesene Auswahl an einhundert weiteren Mode-Marken angeboten. Jetzt dagegen wurde das Angebot an Fremdmarken im Online-Shop auf eine Handvoll Fashion-Labels reduziert.

Edited Store
Der erste Edited-Store eröffnete in Hamburg (Bild: Otto Group)

„Wir wollen Edited stärker als Marke mit hohem Wiedererkennungswert auf dem Markt etablieren und die Alleinstellungsmerkmale hervorheben“, weiß Franziska Nellessen, Head of Content bei Edited. „Damit kommen wir letztlich auch der großen Nachfrage unserer Kundinnen nach.“

Deshalb wird nun zum einen das Edited-Sortiment ausgebaut (neben Damen-Mode und Schuhen gibt es daher seit kurzem auch erstmals Ledertaschen und eine Sportswear-Kollektion). Zum anderen konzentriert sich die Otto-Tochter auf das Geschäft mit ihrer Eigenmarke, wenn der Online-Shop fast nur noch Mode des eigenen Labels führt.

Überraschend kommt das nicht. Denn erst vor kurzem argumentierte das Start-Up im Gespräch mit neuhandeln.de, dass man mit der ersten eigenen Marke „Edited“ bereits „sehr gute Erfahrungswerte“ sammeln konnte. Bis dahin machte die Eigenmarke beim Sortiment zwar nur einen Bruchteil aus. Im Online-Shop Edited.de war die Marke „Edited the Label“ dennoch die umsatzstärkste Marke.

Auszuzahlen scheinen sich auch die Investitionen in den Offline-Handel. So wurde erst vor kurzem für das Fashion-Label „Edited“ ein weiteres Ladengeschäft in Frankfurt (Main) eröffnet, auch im Hamburger Shopping-Center „Alsterhaus“ ist die Otto-Tochter seit kurzem vor Ort vertreten. Damit kommt das Start-Up nun schon auf vier eigene Ladengeschäfte, nachdem im Oktober 2015 der erste Store im Hamburger Schanzenviertel eröffnet worden war (siehe Foto). Dieser Store konnte schnell die Erwartungen übertreffen, weswegen eine weitere Offline-Expansion nur folgerichtig scheint.

Die Online-Shops Aboutyou.de und Edited.de gehören zu dem Start-Up „Collins“. Das Besondere an dem Multishop-Projekt war zunächst, dass externe Entwickler unter dem Motto “Open Commerce” eigene Apps für den Online-Shop Aboutyou.de programmieren konnten. So wollte man Kunden zu Käufen inspirieren, von den Umsätzen erhielten Entwickler eine Provision. Diese Strategie rückt aber zunehmend in den Hintergrund, stattdessen setzt man verstärkt auf nutzergenerierte Inhalte. So können Kunden nun Collagen aus Produktfotos im Shop gestalten, um andere Nutzer zu inspirieren.

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