Otto-Logistik: Versandzentrum in Ansbach startet – anderes Projekt verworfen

Im bayerischen Ansbach hat die Otto-Gruppe ein neues Logistikzentrum in Betrieb genommen, das auf die Abwicklung von Möbeln, Elektro-Großgeräten und sonstigen sperrigen Gütern zugeschnitten ist. Von diesem zusätzlichen Standort profitieren soll nun in erster Linie der Otto-Versand. Denn hier zieht das Online-Geschäft mit Sofas, Waschmaschinen, TV-Geräten oder Teppichen schon seit Jahren stark an.

Hermes Logistik Ansbach
Das Lager in Ansbach (Bild: ECE/Jochen Stüber)

Solche Artikel werden in Ansbach von der Konzern-Tochter Hermes Fulfilment auf 53.000 Quadratmetern Fläche kommissioniert und gelagert. Dieses Lager ist wiederum über einen Zwischenbau mit einer 15.000 Quadratmeter großen Hauptumschlagbasis (HUB) verbunden, die der Hermes Einrichtungs Service betreibt. Von hier aus werden dann die Großstücke aus dem angegliederten Lager für den Weiterversand an die Lieferdepots umgeschlagen.

Bis zu 10.000 Möbel- und Großgerätebestellungen sollen von nun an täglich
logistisch abgewickelt werden und an Endkunden in Europa gehen.

Das neue Logistikzentrum liegt im Gewerbepark Ansbach-West und damit in unmittelbarer Nähe der Autobahn A6, die Saarbrücken über Mannheim und Heilbronn mit Nürnberg verbindet. Aktuell sind rund 200 Mitarbeiter in der Anlage beschäftigt, bis zu 400 Arbeitsplätze sind in Spitzenzeiten geplant.

Das Investitionsvolumen beträgt 90 Mio. Euro. Angekündigt wurde der Neubau bereits vor anderthalb Jahren im Herbst 2018, um vorzugsweise Kunden von Otto schneller mit Großgeräten zu versorgen.

Plan vom Tisch: Kein Otto-Lager in Gießen

Vor einem guten Jahr wiederum hatte der Otto-Versand in Aussicht gestellt, zusätzlich einen neuen Logistik-Standort in Gießen (nördlich von Frankfurt) aufzubauen. Von hier aus sollten Mode- und Lifestyle-Artikel schneller an Otto-Kunden verschickt werden. Geplant war konkret ein rund 90.000 Quadratmeter großer Neubau, der ab 2020 auf einer ehemaligen Flughafen-Fläche entstehen sollte.

Dieses Logistik-Vorhaben ist jetzt aber wieder vom Tisch. „Die Wirtschaftlichkeit des Projekts ist durch ungeplante Mehrkosten nicht mehr gegeben“, argumentiert der Otto-Konzern auf Nachfrage. „Daher wurde beschlossen die Planungen für den Standort in Gießen jetzt nicht mehr weiter zu verfolgen.“

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Über Stephan Randler 2491 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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