Online-Handel mit Gebrauchtwaren: Momox steigert Umsatz erneut kräftig

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Bei dem Berliner Re-Commerce-Unternehmen Momox brummt das Geschäft weiter ohne Ende. Denn im vergangenen Jahr 2020 konnte der Second-Hand-Spezialist einen Netto-Umsatz von 312 Mio. Euro erzielen, der über den Online-Handel mit Gebrauchtware erwirtschaftet wurde. Damit steht erneut ein Plus von 25 Prozent in den Büchern, nachdem Momox so stark bereits im Jahr 2019 zugelegt hatte.

Heiner Kroke
Heiner Kroke (Bild: Momox GmbH)

Überdurchschnittlich zugelegt hat das Geschäft mit gebrauchter Mode, wo Momox seinen Umsatz sogar um 47 Prozent erhöhen konnte. Hier fällt das Umsatzniveau aber nach wie vor geringer aus als beim Kerngeschäft mit Second-Hand-Medien, mit dem der Händler bereits 2004 gestartet war.

Fashion verkauft Momox dagegen erst seit 2013. Von dem Gesamtumsatz von 312 Mio. Euro entfallen daher aktuell erst 47 Mio. Euro auf das Geschäft mit gebrauchten Textilien. Die übrigen 265 Mio. Euro wurden mit Büchern, CDs, Filmen und Spielen umgesetzt, wo Momox um 24 Prozent zulegen konnte.

Generell profitiert Momox bei seinem Geschäftsmodell davon, dass Verbraucher verstärkt nachhaltig konsumieren möchten. Zwar sind gebrauchte Produkte bei Momox günstiger als Neuware. Doch ein günstiger Preis ist für die meisten Kunden trotzdem nicht der entscheidende Grund, um Second-Hand-Ware zu kaufen. So zeigen Kunden-Befragungen bei Momox: In der Regel kaufen Kunden gebrauchte Artikel, weil so ein Konsumverhalten gut für die Umwelt ist. Diesen Trend habe Corona noch verstärkt.

Corona-Krise befeuert Interesse an nachhaltigem Konsum

„Durch die Pandemie haben sich Entwicklungen wie das immer größer werdende Bewusstsein für Nachhaltigkeit oder der Online-Shopping-Boom beschleunigt“, bemerkt Momox-Chef Heiner Kroke.

Momox handelt mit gebrauchten Medien und Textilien, die von Verbrauchern angekauft werden. Nach einer Prüfung wird die Second-Hand-Ware über eigene Online-Shops und auf Online-Marktplätzen wie Amazon und eBay erneut angeboten. Zu den eigenen Online-Angeboten der Berliner gehören die zwei Medien-Shops Medimops.de (Deutschland) und Momox-shop.fr (Frankreich) sowie Momox Fashion.

Dieser Mode-Shop war ursprünglich einmal unter dem Namen ubup gestartet und wurde im Januar 2021 umbenannt. Nach diesem Re-Branding will Momox seinen Shop für Second-Hand-Fashion in weiteren europäischen Märkten starten. Auch mit ihrem Medien-Shop möchten die Berliner erneut expandieren. Aktuell erzielt man 77 Prozent von dem Gesamtumsatz in Deutschland (2020: 241 Mio. Euro), weitere 18 Prozent werden über Verkäufe an Kunden in Frankreich erzielt (2020: 55 Mio. Euro).

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Über Stephan Randler 2911 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.