„Lean for Leverage“: Mister Spex startet Effizienzprogramm

Der Multichannel-Optiker Mister Spex will seine Kosten senken und die Profitabilität erhöhen. Vor diesem Hintergrund haben die Berliner nun ein Effizienzprogramm gestartet, das unter der Bezeichnung „Lean for Leverage“ durchgeführt wird. Das Programm umfasst drei zentrale Themenfelder, zu denen verschiedene Unterpunkte gehören. Das veranschaulicht gut die folgende Grafik aus dem aktuellen Halbjahresbericht:

Lean for Leverage
Übersicht zu den Schwerpunkten des Effizienzprogramms L4L (Grafik: Mister Spex SE)

Demnach will sich Mister Spex nun zum einen auf sein Kerngeschäft konzentrieren, zum anderen sollen Preis, Sortiment und Marge optimiert werden. Als weitere zentrale Säule des Effizienzprogramms nennt der Multichannel-Optiker, dass Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen geprüft werden.

Was das konkret in der Handelspraxis bedeutet, lässt Mister Spex ebenfalls in seinem Halbjahresbericht durchblicken. So ist beim Kerngeschäft etwa geplant, das flächenbereinigte Wachstum der mehr als 60 Stores in Deutschland, Österreich und Schweden zu optimieren. Passieren soll das unter anderem dadurch, dass sich die Produktivität in den vorhandenen Filialen erhöht. Um das zu erreichen, will Mister Spex zum Beispiel seine Mitarbeiter entsprechend schulen und das Sortiment in den Filialen anfassen.

Beim Sortiment wiederum will Mister Spex seine Eigenmarken in den Fokus rücken, die nach eigenen Angaben über hohe Margen verfügen. Dazu sollen vereinzelt Preise erhöht und weniger Rabatte gewährt werden. Beim Thema Kosten ist in der aktuellen Halbjahrespräsentation unter anderem zu lesen, dass Mieten für die Stores verhandelt werden sollen. Alle Details zum Programm finden Interessenten hier.

Prognose für Gesamtjahr angepasst

Vorgestellt hat Mister Spex das Programm zusammen mit den Halbjahreszahlen. Laut diesen hat sich der Netto-Umsatz in den ersten sechs Monaten 2022 erhöht – genau genommen um acht Prozent auf nun 108 Mio. Euro. In den ersten Monaten des dritten Quartals 2022 habe sich das Umsatzwachstum zwar weiter beschleunigt. Mister Spex konnte allerdings seine Wachstumserwartungen nicht vollständig erreichen. So spürt auch Mister Spex, dass sich das Konsumklima verschlechtert und Käufe aufgeschoben werden.

Kein Wunder, wenn steigende Energiekosten und Inflation das Einkommen schmälern. Die Berliner erwarten daher für das Geschäftsjahr 2022 jetzt nur noch ein Wachstum von sieben bis zwölf Prozent. Zum Vergleich: Im Mai 2022 hatte Mister Spex mit einem Plus gerechnet, das leicht über dem Umsatzwachstum von 18,2 Prozent aus dem Vorjahr liegt. Der Vorstand hatte zudem erwartet, dass sich das bereinigte EBITDA erhöht und über den 4,1 Mio. Euro aus dem Vorjahr liegt. Wenn weniger Umsatz gemacht wird, erwartet Mister Spex auch nur noch eine bereinigte EBITDA-Marge von -6 bis -3 Prozent – trotz der Effizienzsteigerungen.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.