Nach Deutschland-Start: MediaSaturn baut Marktplatz-Angebot weiter aus

Seit Sommer 2020 können auch externe Händler erstmals über den deutschen Online-Shop von Media Markt verkaufen. Im März 2021 wurde zusätzlich der deutsche Online-Shop von der Konzernschwester Saturn um einen Marktplatz erweitert. Dieses neue Marktplatz-Angebot ist erfolgreich angelaufen, wie die Konzernmutter Ceconomy in ihrem aktuellen Jahresabschluss berichtet. Dieser enthält obendrein konkrete Zahlen dazu, wie sich das Marktplatz-Geschäft im vergangenen Geschäftsjahr entwickelt hat.

Marketplace
Marktplatz in Zahlen (Grafik: Ceconomy)

So wurde über die beiden Online-Marktplätze von Media Markt und Saturn in Deutschland ein Brutto-Warenvolumen (Gross Merchandise Volume) von 29 Mio. Euro erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2020/21, das am 30. September 2021 beendet wurde. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr zuvor lag das Gross Merchandise Volume (GMV) erst bei 0,9 Mio. Euro (siehe Abbildung links).

2019/20 aber war der Marktplatz bei MediaMarkt.de erst wenige Monate vor dem Ende des Geschäftsjahres gestartet. Und das vergleichbare Angebot bei Saturn wiederum ist erst im folgenden Geschäftsjahr 2020/21 live gegangen.

In der Berichtsperiode 2020/21 konnte der Online-Marktplatz von MediaMarkt.de damit also erstmals über volle zwölf Monate zum Geschäft beitragen, das seit dem Frühjahr zusätzlich durch den Marktplatz bei Saturn.de befeuert wird. Für das kürzlich angelaufene Geschäftsjahr 2021/22 avisiert Ceconomy ein GMV von 100 Mio. Euro, was einer Verdreifachung zum abgeschlossenen Geschäftsjahr entspricht.

Weitere Online-Marktplätze im Ausland folgen

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Konzernmutter Ceconomy allerdings nicht nur auf Media Markt und Saturn in Deutschland. So ist der Online-Marktplatz im Oktober 2021 – also direkt zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2021/22 – auch in Spanien gestartet. Im nächsten Jahr sollen vergleichbare Angebote in Österreich und den Niederlanden angeboten werden. Im Ausland übrigens dann immer nur bei Media Markt. Denn die Vertriebsmarke Saturn gibt es nur in Deutschland und in Luxemburg.

In Deutschland sind bei MediaMarkt.de und Saturn.de derzeit mehr als 400 Händler angebunden. Das wirkt zunächst überschaubar. Zum Vergleich: Beim Online-Marktplatz Kaufland.de gibt es nach Angaben der Handelskette gerade 7.000 Verkäufer, die auf der Online-Plattform ihre eigenen Produkte anbieten.

Geschäftsjahr 2020/21 mit Wachstum abgeschlossen

Hier können sich aber Interessenten direkt als Händler registrieren. Die MediaMarktSaturn-Gruppe dagegen sucht sich ihre Partner aus. So will man Verkäufer vor dem Start kennenlernen und prüfen, welchen Service sie denn gewährleisten können. Wenn alles passt, wird bei Produkten im Online-Shop vermerkt, dass der Verkauf und der Versand durch einen Partner erfolgt. Dieser zahlt eine monatliche Grundgebühr von 39 Euro netto sowie pro Verkauf noch eine von der Kategorie abhängige Provision.

Die Ceconomy AG steht hinter der MediaMarktSaturn-Gruppe, zu der wiederum die Vertriebsmarken Media Markt und Saturn gehören. Das Geschäftsjahr 2020/21 wurde währungs- und portfoliobereinigt mit einem europaweiten Netto-Umsatz von rund 21,4 Mrd. Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent, obwohl die stationären Märkte wegen Corona in manchen Ländern monatelang schließen mussten. Im Gegenzug ist das Online-Geschäft aber um knapp 65 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro gewachsen. So konnte der Konzern die Umsatzeinbußen durch die Marktschließungen letztlich mehr als kompensieren. Die MediaMarktSaturn-Gruppe ist momentan in 13 europäischen Ländern vertreten.

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Über Stephan Randler 3148 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.