Manufactum: „Kombination aus Online, Katalog und Stationär funktioniert“

Erst vor wenigen Wochen hatte die Otto-Tochter Manufactum ja angekündigt, in diesem Frühjahr ein Warenhaus in Bonn zu eröffnen. Jetzt steht fest, dass es nicht bei einem zusätzlichen Standort bleibt. Denn der Multichannel-Händler will im ersten Halbjahr 2020 noch einen zweiten neuen Store beziehen.

Max Heimann
Max Heimann (Bild: Manufactum)

Dieses Ladengeschäft eröffnet in Münster, wo die Otto-Tochter künftig auf einer Fläche von 330 Quadratmetern verkaufen wird. Der Store liegt dabei im lokalen Einkaufszentrum „Münster Arkaden“, das sich direkt in der Innenstadt befindet. Der Laden in Münster liegt damit genauso zentral wie das Geschäft in Bonn, das Manufactum im Frühjahr am Bonner Marktplatz eröffnen will.

„Wir entscheiden uns nur dann für eine Immobilie, wenn diese neben einer passenden Lage und Größe auch eine besondere Atmosphäre bietet“, erklärt Manufactum-Chef Max Heimann (siehe Foto links) die Standortwahl.

Und für Manufactum ist es manchmal gar nicht so einfach, das passende Objekt zu finden. So wurde zwar vor anderthalb Jahren im Sommer 2018 in Wien das erste Ladengeschäft eröffnet, das sich im Ausland befindet. Nach einem passenden Standort hat Manufactum aber nach eigenen Angaben mehr als sechs Jahre zuvor gesucht. Die Ausdauer hat sich scheinbar ausgezahlt. Schließlich finden Kunden das Geschäft der Otto-Tochter in Wien nun direkt in der Stadtmitte zwischen Herrengasse und dem Stephansplatz – nicht weniger als einer der Hotspots in der österreichischen Landeshauptstadt.

Neben dem Store in Wien betreibt Manufactum künftig zwölf Ladengeschäfte in Deutschland, wenn man die zwei Neueröffnungen in Bonn und Münster dazu zählt. Zusätzlich bedient der Multichannel-Händler auch Kunden über den Versand- und Online-Handel in Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz und in Großbritannien. Das Unternehmen wurde bereits 1987 gegründet, seit dem Jahr 2008 ist die Otto-Gruppe alleiniger Gesellschafter. Das Angebot umfasst Produkte wie Möbel, Mode, Küchengeräte und Bürobedarf, die nach eigenen Angaben „verantwortungsvoll, ressourcenschonend und sozialverträglich“ hergestellt werden und lange halten sollen („Das Warenhaus der guten Dinge“).

Insgesamt gibt es im Versandhandel mehr als 8.000 Produkte, eine Auswahl davon wird in den lokalen Ladengeschäften angeboten. 

“Im Moment sehen wir, dass die Kombination aus Online, Katalog und Stationär sehr gut für uns funktioniert“, freut sich Manufactum-Chef Heimann. Nach eigenen Angaben macht die Otto-Tochter die Hälfte von ihrem Umsatz im stationären Einzelhandel. Konkrete Zahlen nennt Manufactum allerdings nicht. Nach den zuletzt veröffentlichten Angaben konnte Manufactum im Geschäftsjahr 2016/2017 (Ende: 28. Februar) einen Umsatz von rund 92 Mio. Euro erwirtschaften.

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Über Stephan Randler 2492 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.