Madeleine & Peter Hahn: Umsatz und Ergebnis unter budgetierten Zielen

Die auf Damen-Mode spezialisierte Madeleine-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende: 30. September) mit einem Netto-Umsatz von 175,3 Mio. Euro beendet. Damit steht zwar ein minimales Plus von 0,5 Prozent in den Büchern, da im Vorjahr erst ein Netto-Umsatz von 174,4 Mio. Euro erwirtschaftet wurde. Direkt vergleichen lassen sich diese Umsatzangaben aber nur bedingt.

Madeleine Online-Shop
Madeleine Online-Shop (Bild: Screenshot)

Der Hintergrund: Im aktuellen Jahresumsatz ist nun auch erstmals das Geschäft der „TriStyle Russia“ enthalten, das im Jahr zuvor noch bei der Konzern-Mutter TriStyle angesiedelt war. Über diesen Geschäftsbereich wurde bislang das B2B-Geschäft über Exporteure abgewickelt.

Ohne das Geschäft von „TriStyle Russia“ hat sich der Umsatz der gesamten Madeleine-Gruppe daher zum Vorjahr um 0,4 Prozent verschlechtert. Trotz einem „sehr herausfordernden Marktumfeld“ (Stichwort: Sommerhitze) konnte die Gruppe aber den Umsatz des Vorjahres fast wieder erreichen.

Das nominell größte Umsatzwachstum wurde nach eigenen Angaben in Deutschland erzielt, während man in Belgien, Großbritannien und Frankreich relativ gesehen am stärksten wachsen konnte. Dafür habe die Gruppe aber die positive Entwicklung in den Niederlanden nicht fortsetzen können. Die Rohertragsmarge hat sich um 2,5 Prozentpunkte verschlechtert auf nun 62,0 Prozent. Das dürfte wohl an Rabatt-Aktionen gelegen haben, um die Kundennachfrage im heißen Herbst 2018 zu schüren.

In Summe liegen Umsatz und Ergebnis dennoch unter den budgetierten Zielen. Das gilt auch für die Peter-Hahn-Gruppe, die auch auf Damen-Mode spezialisiert ist und zum TriStyle-Konzern gehört. Hier hat sich der Netto-Umsatz dennoch spürbar erhöht von zuvor 362,1 Mio. Euro (2016/17) auf 370,1 Mio. Euro (2017/18), was einem Plus von 2,2 Prozent entspricht. Während die Umsätze in Deutschland um 3,7 Prozent gesteigert wurden, haben die Umsätze im Ausland um 0,4 Prozent abgenommen. Generell konnte die Gruppe ihr Online-Geschäft mit Marketing ausbauen, während sich die Rohertragsmarge durch Rabattierungen, Discounts und Voucher um 2,1 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent verringert hat.

Peter Hahn verkauft Damen-Mode über den Versandhandel in zehn europäischen Ländern. Madeleine betreibt wiederum neun Länder-Versionen seines Online-Shops und zudem seit September 2018 auch noch einen internationalen Online-Shop, über den Kunden in weiteren EU-Ländern beliefert werden.

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Über Stephan Randler 2273 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr