„Konzept wird von Kunden goutiert“: Butlers will offline kräftig expandieren

Der Multichannel-Händler Butlers gibt weiter Gas bei seinem Filialgeschäft. Denn hier planen die Kölner insgesamt bis zu 15 Neueröffnungen in diesem Jahr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Ein Grund für die Offline-Expansion ist, dass sich bei Butlers die in dem vergangenen Geschäftsjahr 2019 neu eröffneten Standorte nach eigenen Angaben „überdurchschnittlich erfolgreich“ entwickelt haben.

Wilhelm Josten
Wilhelm Josten (Bild: Butlers)

Zur Erinnerung: Vor dem Weihnachtsgeschäft 2019 hatte Butlers fünf neue Filialen in Deutschland bezogen in Bochum, Oberhausen, Düsseldorf, Köln und Konstanz. Nun sollen bereits im ersten Quartal 2020 weitere Standorte dazu kommen in Wien, Berlin, Neuss, Mönchengladbach sowie erneut in Köln, wo der Multichannel-Händler bereits die Mietverträge unterzeichnet hat.

Denn für Butlers sind zum einen jetzt die Rahmenbedingungen günstig. „Wir profitieren davon, dass sich die Mieten in den deutschen Innenstädten wieder normalisieren“, argumentiert Butlers-Chef Wilhelm Josten (siehe Foto links).

Zum anderen kann Butlers in seinen Filialen aber auch mit einem neuen Store-Konzept punkten bei der Kundschaft. So setzt der Multichannel-Händler hier jetzt auf neue Angebote wie etwa einen „Mini Market“ mit Kreativ-Artikeln und legt ansonsten den Schwerpunkt beim Sortiment wieder auf Produkte rund um den gedeckten Tisch. Auch deshalb konnte die gesamte Butlers-Gruppe ihren Umsatz über alle Vertriebskanäle (Online- und Stationärgeschäft) im vergangenen Jahr im In- und Ausland um mehr als acht Prozent steigern. „Unser neues Konzept wird von den Kunden goutiert“, freut sich daher Josten.

2017 hatte Butlers einen Insolvenzantrag gestellt. Damals hatten ein zunehmender Wettbewerbsdruck sowie nachlassende Frequenzen in den Innenstädten als auch eine falsche Sortimentspolitik „zu einem deutlichen Ertragsverlust“ geführt. Daraufhin wurden Filialen aufgegeben und in der Zentrale das Team reduziert. Jetzt kommt Butlers auf 84 Geschäfte in der DACH-Region und rund 800 Mitarbeiter. Vor der Restrukturierung gab es allein in Deutschland noch 102 Geschäfte und knapp 1.000 Angestellte in Köln.

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Über Stephan Randler 2524 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.