Nach Restrukturierung: Butlers eröffnet „neue Vorzeigefiliale“ in Köln

Der Kölner Multichannel-Händler Butlers expandiert im stationären Einzelhandel. Dort eröffnet nun der Spezialist für Deko- und Geschenkartikel ein neues Ladengeschäft in seiner Heimatstadt, wo Butlers ab sofort auf 350 Quadratmetern in der Kölner Innenstadt verkauft (Adresse: Zeppelinstraße 2). Für Butlers ist es die erste Neueröffnung nach der Restrukturierung im vergangenen Jahr, bei der damals die Zahl der Ladengeschäfte in Deutschland von zuvor 102 Stores auf nun 74 Filialen verringert worden war.

Butlers Filiale
Die neue Filiale in Köln (Bild: Butlers)

Das neue Ladengeschäft (siehe Foto) ist für Butlers zudem nicht weniger als eine „neue Vorzeigefiliale“. Der Hintergrund: Beim frisch eröffneten Geschäft in der Kölner Zeppelinstraße setzt der Multichannel-Händler erneut auf sein verändertes Store-Design, das Butlers unter anderem seit einem guten Jahr in seinem renovierten Düsseldorfer Ladengeschäft bereits verwendet.

Das bedeutet konkret: Auch in Köln setzt Butlers nun auf frische Farben, luftigere Gänge und neue Angebote wie den „Mini Market“ (siehe Foto), in dem es Kreativ-Artikel gibt. Vor Ort zeigt Butlers zudem generell weniger Ware. Dadurch will man in den Stores die Wertigkeit der Ware betonen.

Bislang geht diese neue Filial-Strategie auf. So sind nach eigenen Angaben sowohl das Kundeninteresse als auch der Umsatz in den Testfilialen „deutlich gestiegen“, denen Butlers bereits sein neues Store-Design verpasst hat. Zu den überarbeiteten Filialen gehören neben dem neuen Store in Köln und dem umgebauten Geschäft in Düsseldorf noch Geschäfte in Hamburg und München. Generell konnte Butlers seine Umsätze seit Januar 2018 in den Filialen flächenbereinigt um sieben Prozent zum Vorjahr steigern.

Bereits im vergangenen Jahr konnte Butlers seinen Umsatz ja flächenbereinigt um 3,6 Prozent erhöhen. Ein Grund dafür war, dass der Multichannel-Händler von dem neuen Ladenkonzept profitiert. Punkten kann Butlers aber auch mit seinem Sortiment, wo ebenfalls nachjustiert wurde. Hier konzentriert sich der Multichannel-Händler wieder auf sein Kerngeschäft mit Deko- und Geschenkartikeln, während der Handel mit Möbeln nur noch eine geringe Rolle spielt. Grund ist, dass bei Butlers das Händlerprofil zunehmend verwässert war und man sich immer mehr vom Kern der Händler-Marke entfernt hatte.

2017 hatte Butlers einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Damals hatten ein zunehmender Wettbewerbsdruck sowie nachlassende Frequenzen in den Innenstädten als auch eine falsche Sortimentspolitik „zu einem deutlichen Ertragsverlust“ geführt. Das Unternehmen wurde saniert, indem zum einen die Zahl der Filialen in Deutschland reduziert wurde. In der Zentrale in Köln wurden zudem Strukturen verschlankt, um hier mit einer „reduzierten Mannschaft“ zu arbeiten.

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Über Stephan Randler 2051 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr