„Konsequenter Schritt“: reBuy erschließt sich weitere Auslandsmärkte

Der Gebrauchtwaren-Händler reBuy expandiert erneut in Europa. So betreiben die Berliner ab sofort auch erstmals Online-Shops für Kunden in Italien und Spanien, über die Verbraucher in diesen Ländern sowohl gebrauchte Elektronik zu Geld machen als auch aufbereitete Ware von reBuy kaufen können.

Torsten Schero
Torsten Schero (Bild: reBuy)

„Der Start unseres Online-Shops in Italien und Spanien ist ein konsequenter Schritt“, argumentiert Torsten Schero (siehe Foto links), der seit Juni 2016 als Chief Executive Officer (CEO) für den Gebrauchtwaren-Händler zuständig ist.

Ihm zufolge handelt es sich sowohl bei Spanien als auch bei Italien zum einen um „Wachstumsmärkte“, zum anderen könne reBuy jetzt mit der erneuten Expansion seine Marktposition in Europa ausbauen. Hier sind die Berliner nun schon in sieben Ländern aktiv – wobei sich das Online-Angebot des Gebrauchtwaren-Händlers im In- und Ausland ein wenig unterscheidet.

Zur Erinnerung: In Deutschland ist reBuy bereits im Jahr 2009 gestartet, die erste Expansion führte die Berliner dann im Jahr 2015 nach Österreich. Gleich zwei neue Märkte kamen wiederum hinzu, als man im Jahr 2017 den Schritt nach Frankreich und Holland gewagt hat. Zu diesen vier Ländern kam im Vorjahr der fünfte Markt dazu, als die Berliner ihren Service in Großbritannien gestartet haben.

Während aber in Deutschland und Österreich neben gebrauchter Elektronik auch Medien wie Bücher, CDs und DVDs gehandelt werden, liegt beim Geschäft in den ausländischen Märkten der Fokus auf Consumer Electronics. Hintergrund ist, dass sich zum Beispiel deutschsprachige Medien wie Bücher nur schwer im Ausland verkaufen lassen – während es bei Elektronik solche Sprachbarrieren nicht gibt.

Das Geschäftsmodell von reBuy besteht darin, gebrauchte Ware anzukaufen und erneut anzubieten. Dabei kauft reBuy seine Produkte meistens von Privatpersonen an. Anschließend landen die Second-Hand-Artikel im Logistik-Zentrum in Berlin, wo die Ware geprüft wird und so wieder in den Verkauf kommt. Gehandelt wird die Second-Hand-Ware über eigene Online-Shops und Online-Marktplätze.

reBuy Umsatz
Quelle: eigene Angaben in Mio. Euro; Zahlen bis 2015: Einzelabschluss der reBuy reCommerce GmbH, Berlin

Die reBuy reCommerce GmbH konnte das vorletzte Geschäftsjahr 2017 mit einem Netto-Umsatz von 109,7 Mio. Euro abschließen. Wachsen konnten die Berliner damals unter anderem, weil generell die Nachfrage nach gebrauchten Medien und Second-Hand-Elektronik boomt. Das Umsatzwachstum hat sich zudem positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Hier steht für das Geschäftsjahr 2017 ein EBITDA von 1,4 Mio. Euro in den Büchern, nachdem es ein Jahr zuvor ein negatives EBITDA von -4,1 Mio. Euro war.

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Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr