„Großes Potenzial“: Spreadshirt geht in vier neue Länder auf einmal

Unter der Marke „Teamshirts“ betreibt die Leipziger Spreadshirt AG seit Herbst 2014 einen zusätzlichen Online-Shop, der sich an Gruppenbesteller richtet wie Sport-Mannschaften. Diese Zielgruppe nimmt Spreadshirt nun in weiteren Ländermärkten ins Visier. So expandiert der E-Commerce-Spezialist für individuell bedruckte Textilien nach Skandinavien, wo nun auch Verbraucher in Dänemark, Finnland sowie Norwegen und Schweden einen Teamshirts-Shop in ihrer Landessprache nutzen können.

Teamshirts Logo
Teamshirts expandiert (Bild: sprd.net AG)

Nach Skandinavien zieht es den Mass-Customization-Anbieter, weil zum einen aktuell generell „der persönliche Ausdruck über individuelle Kleidung“ immer wichtiger werde. Zum anderen gebe es in den nordischen Ländern „unzählige Anlässe“ für Gruppenbestellungen.

Als Beispiel nennen die Leipziger die „Russfeier“ in Norwegen, bei der Schüler den Abschluss der weiterführenden Schule durch Umzüge zelebrieren. Vor diesem Hintergrund wittert Spreadshirt „großes Wachstumspotenzial“ beim E-Commerce-Geschäft in Skandinavien.

Für einen Erfolg spricht zudem, dass die Versender-Marke auch in den bestehenden Ländermärkten ankommt. So konnten die Leipziger den Umsatz mit Bestellungen aus dem Teamshirts-Shop im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben um 60 Prozent erhöhen. Da die Marke allerdings erst rund zwei Jahre am Markt aktiv ist, dürften die Umsätze noch auf einem überschaubaren Niveau liegen.

Im Online-Shop „Teamshirts“ können Kunden eigene Textilien mit individuellen Motiven gestalten. Im Gegensatz zum Haupt-Shop „Spreadshirt“ richtet sich das zusätzliche Angebot aber nicht an einzelne Verbraucher, sondern an Gruppenbesteller. Für diese gibt es entsprechende Mengenrabatte von bis zu 60 Prozent. Nach dem Deutschland-Start kamen bereits ein Jahr später erste zusätzliche Versionen des Online-Shops für Verbraucher in Frankreich und Großbritannien dazu. 2016 folgte die Expansion nach Holland und Belgien, was mit ein Grund für das starke Wachstum war. Insgesamt gibt es derzeit neun Länder-Versionen des Online-Shops, der hierzulande auch schon mit TV-Spots beworben wurde.


 

Spreadshirt wurde 2002 gegründet. Über die Online-Shops können Verbraucher individuelle Produkte anfertigen, indem sie eigene Designs gestalten oder Designs aus einer Online-Community verwenden. Individuell bedruckt werden unter anderem T-Shirts, Tassen, Mützen und Handy-Hüllen. Der deutsche Mass-Customization-Spezialist Spreadshirt hat im vorletzten Geschäftsjahr 2016 einen Netto-Umsatz von weltweit 93 Mio. Euro eingefahren, für das gerade abgelaufene Jahr liegen noch keine Zahlen vor.

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