Geschäftsjahr 2017: Cyberport wächst deutlich zweistellig

Der Multichannel-Händler Cyberport hat das vergangene Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Konkret konnte der Elektronik-Spezialist zum Vorjahr zweistellig um 18 Prozent zulegen, wie sich jetzt dem Jahresabschluss der Konzern-Mutter Burda entnehmen lässt.

Cyberport Stores
Cyberport-Store (Bild: Cyberport GmbH)

Dabei habe das Geschäft mit gehobenen und Premium-Marken zugelegt und das Wachstum des Unternehmens befördert, wie Cyberport auf Nachfrage von neuhandeln.de erklärt. Vom Trend zu höherwertigem IT-Equipment konnte der Multichannel-Händler nach eigenen Angaben wiederum jetzt profitieren, weil sich Cyberport als Premium-Händler positioniere.

Wachsen konnte Cyberport im vergangenen Jahr auf allen Kanälen – also sowohl im E-Commerce als auch beim Geschäft in den stationären Stores. Das zweistellige Wachstum wurde dabei nach eigenen Angaben über das Kerngeschäft erzielt.

Das Plus von 18 Prozent hat Cyberport daher ohne das Geschäft der HQ Patronen GmbH erreicht, die online mit Tonern, Tinte und Bürobedarf handelt und vor einem Jahr übernommen worden war.

Wie sich das Geschäft in konkreten Zahlen entwickelt hat, verrät die Cyberport GmbH allerdings auch auf Nachfrage von neuhandeln.de nicht. Auch zum Vorjahr gibt es offiziell lediglich die Info, dass Cyberport im Geschäftsjahr 2016 „im Kerngeschäft ein stabiles Umsatzwachstum erreichen“ konnte. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen datieren damit bereits aus dem Jahr 2015, als der Elektronik-Spezialist seinen Netto-Umsatz um 11,1 Prozent auf 565,4 Mio. Euro steigern konnte (siehe Grafik). Cyberport profitierte damals unter anderem davon, dass man das Portfolio um wachstumsstarke Segmente wie Haushaltsgeräte erweitert hatte. Auch eine hohe Warenverfügbarkeit hatte das Geschäft befeuert, während Aufwendungen für Personal und eine Store-Eröffnung damals das Ergebnis belasteten.

Cyberport betreibt neben einem deutschen Online-Shop auch ein Shopping-Angebot für Kunden in Österreich. Dazu betreiben die Dresdner aktuell 16 Filialen, darunter zwei Geschäfte in Österreich.

Cyberport Umsatz
Bei Cyberport gab es rote Zahlen in den Vorjahren (eigene Angaben in Mio. Euro)

Im laufenden Geschäftsjahr 2018 hat Cyberport schon zwei neue Stores in München und Nürnberg bezogen. Hier wurden aber keine eigenen Geschäfte eröffnet. Der Elektronik-Spezialist hat sich jetzt vielmehr im Rahmen einer Shop-in-Shop-Kooperation vor Ort in zwei Kaufhof-Filialen eingenistet.

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Über Stephan Randler 2101 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr