Finanzspritze: Beate Uhse AG bekommt Masse-Darlehen

Gute Nachrichten für die angeschlagene Beate Uhse AG: So erhält der kriselnde Erotik-Konzern nun ein Masse-Darlehen von rund 2,7 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Die Finanzspritze wird durch die Prime Capital Debt SCS, SICAV-FIS Robus Recovery Sub-Fund zur Verfügung gestellt. Mit dem frischen Kapital will die Beate Uhse AG ihren Geschäftsbetrieb jetzt weiter aufrecht erhalten, nachdem sich das Unternehmen seit knapp einem Monat im vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet.

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Michael Specht (Bild: Beate Uhse)

Mit dem Masse-Darlehen will die Beate Uhse AG ihre Warenbestände wieder auffüllen, die im vergangenen Weihnachtsgeschäft sowohl im E-Commerce als auch in den bundesweiten Filialen nach eigenen Angaben „stark gesunken“ sind. Zusätzlich will sich das Management um Vorstandsboss Michael Specht (siehe Foto) wieder einen „ersten Handlungsspielraum“ verschaffen, um das angeschlagene Unternehmen weiter zu sanieren.

Nach wie vor denkbar ist aber auch, dass der Konzern verkauft wird. Denn parallel zur Sanierung in Eigenverwaltung wurde vor kurzem zusätzlich ein Verkaufsprozess gestartet.

Schließlich könne sich eine übertragende Sanierung durch einen Verkauf als die beste Option erweisen, wie der Erotik-Konzern mitteilt. Nach eigenen Angaben gibt es bereits „eine Vielzahl von potenziellen Investoren“. Dazu zählen strategische Käufer als auch Finanzinvestoren und Insolvenzplanfinanzierer.

Die Beate Uhse AG hatte am 15. Dezember 2017 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Mit Beschluss vom selben Tag wurde durch das Amtsgericht Flensburg die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Hintergrund ist, dass zuvor die Verhandlungen mit einer Investorengruppe gescheitert sind. Hier hatte man zuletzt versucht, eine Anleihe umzustrukturieren.

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