Hawesko: „E-Commerce-Anteil im Wein-Handel auf höheres Niveau gestiegen“

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Nach den vorläufigen Zahlen hat die Hawesko-Gruppe in diesen Tagen auch das endgültige Ergebnis für das vergangene Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Demnach steht nun konkret ein Netto-Umsatz von 620,3 Mio. Euro in den Büchern, was einem Wachstum von 11,6 Prozent entspricht. Das EBIT des Konzerns hat sich um 44,6 Prozent verbessert von 29,1 Mio. Euro (2019) auf nun 42,2 Mio. Euro (2020).

Thorsten Hermelink
Thorsten Hermelink (Bild: Hawesko)

In den einzelnen Konzernsparten hat sich das Geschäft aber unterschiedlich entwickelt. Schließlich ist der Hawesko-Konzern ja in drei Sparten unterwegs. Dabei verkauft die Gruppe zum einen an Privatkunden über den E-Commerce sowie im stationären Einzelhandel. Zum anderen ist der Konzern aber auch im B2B-Geschäft aktiv und bedient hier Gastronomie und Hotellerie.

Bei dieser Sparte verbucht die Hawesko-Gruppe einen Umsatzrückgang – obwohl der Konzernumsatz an sich zum Vorjahr zweistellig gestiegen ist. Doch das B2B-Geschäft hat Corona im vergangenen Jahr stark getroffen.

Konkret liegt der B2B-Umsatz mit einem Wert von 162,1 Mio. Euro nun 6,8 Prozent unter dem Vorjahr (2019: 174,0 Mio. Euro). Denn durch die coronabedingten Einschränkungen sind im vergangenen Jahr die Umsätze im zweiten und vierten Quartal gesunken. Schließlich mussten Restaurants und Hotels – also die B2B-Kunden der Gruppe – ja größtenteils schließen, als der Lockdown beschlossen wurde.

Aufgrund der Corona-Auflagen gingen innerhalb des B2B-Segments die Umsatzerlöse mit Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und dem Fachhandel sogar um gleich - 12,9 Prozent zurück auf 97,2 Mio. Euro. Zeitgleich ist aber die Nachfrage nach Weinen im Lebensmittel-Einzelhandel gestiegen, den Hawesko ebenfalls beliefert. Dadurch konnte die Gruppe die Ausfälle im B2B-Geschäft ein Stück kompensieren.

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Hawesko Umsatz
Netto-Umsatz im E-Commerce (unten), B2B (Mitte) und Einzelhandel (oben)

Im Gegenzug hat aber das Geschäft im E-Commerce überdurchschnittlich angezogen. Hier hat sich der Umsatz gleich um 29,0 Prozent erhöht auf nun 230,4 Mio. Euro (siehe Grafik). Ein wesentlicher Grund ist, dass sich der Weinkonsum in private Haushalte verlagert hat. Kein Wunder, wenn Restaurants ja immer wieder schließen mussten. „Der E-Commerce-Anteil im Wein-Handel ist sprunghaft auf ein höheres Niveau gestiegen“, betont Thorsten Hermelink (siehe Foto), Vorstandschef des Konzerns.

Stationäre Märkte größtenteils geöffnet

Beim Geschäft im Einzelhandel wiederum hat sich der Netto-Umsatz um zwölf Prozent auf nun 227,7 Mio. Euro erhöht. Zwar mussten viele Geschäfte im Lockdown schließen. Doch die stationären Märkte der Hawesko-Marke Jacques‘ Weindepot waren zum Großteil trotzdem geöffnet. Denn sie zählten als systemrelevante Getränkemärkte, die daher im Frühjahr 2020 trotz Lockdown weiter offen waren. Bei Wein & Co in Österreich dagegen mussten im Frühjahr alle Filialen für sechs Wochen schließen. Doch der Umsatzrückgang bei dem stationären Geschäft wurde durch den Online-Handel überkompensiert.

Das EBIT des Konzerns verbesserte sich unter anderem durch eine verbesserte Rohertragsmarge sowie coronabedingte Kosteneinsparungen. Zudem sind die Werbeaufwendungen zum Vorjahr gesunken.

Der Hawesko-Konzern bedient Kunden über den stationären Einzelhandel (Jacques‘ und Wein & Co) und ist im Großhandel tätig. Über den Versandhandel verkauft die Gruppe zudem noch über verschiedene Online-Händler wie die Kernmarke Hawesko sowie Carl TesdorpfWein & Vinos und Wine Company.

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Über Stephan Randler 2822 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.