Digitec Galaxus baut auf starkem Vorjahr auf – und nennt Zahlen für Deutschland

Die Digitec Galaxus AG aus Zürich hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Plattform-Umsatz von 2,1 Mrd. Franken abgeschlossen. Das entspricht einem zweistelligen Wachstum von 16 Prozent zum Vorjahr, in dem die Schweizer noch um 59 Prozent zulegen konnten. Dass sich nun das Wachstum abgeschwächt hat, ist aber leicht nachvollziehbar. Denn in dem vorletzten Geschäftsjahr 2020 hatten ja Corona und die Lockdown-Monate noch dazu geführt, dass die Online-Umsätze überdurchschnittlich gestiegen waren.

Florian Teuteberg
Florian Teuteberg (Bild: Digitec Galaxus AG)

Diese Effekte gab es im Geschäftsjahr 2021 nicht mehr so deutlich. Dennoch konnte Digitec Galaxus das hohe Umsatzniveau nicht nur halten, sondern weiter wachsen. Entsprechend freut man sich in der Firmenzentrale auch darüber, wie sich das Geschäft im zweiten Corona-Jahr entwickelt hat.

„Es ist uns gelungen, auf dem starken Vorjahr aufzubauen“, betont Florian Teuteberg (siehe Foto), Chief Executive Officer (CEO) der Digitec Galaxus AG. „Die in dem vorletzten Geschäftsjahr 2020 gewonnenen Kunden konnten wir größtenteils halten und 2021 viele Neukunden bei uns begrüßen.“

Als einen Grund für diese Entwicklung nennt der Digitec-Chef, dass im vergangenen Geschäftsjahr das Sortiment weiter ausgebaut wurde. Doch auch Corona dürfte den Schweizern nach wie vor in die Karten gespielt haben. Denn besonders gefragt waren im Geschäftsjahr 2021 nach eigenen Angaben nicht zuletzt Produkte des täglichen Bedarfs. Hier bieten die Schweizer unter anderem haltbare Lebensmittel und Drogerie-Artikel an. Große Umsatzzuwächse gab es außerdem bei Produktgruppen wie DIY oder Wohnen – also bei Produkten, für die sich Verbraucher seit der Corona-Krise ja verstärkt interessieren.

Der Plattform-Umsatz ist ohne Mehrwertsteuer. Enthalten ist zum einen der Wert der Ware, die Digitec Galaxus selbst verkauft. Dieser eigene Warenertrag liegt bei 1,9 Mrd. Franken und damit 14 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahr. Dazu kommen noch Dienstleistungs- und Werbeerträge sowie die Außenumsätze aus Verkäufen, die Partner erzielen. Der Plattform-Umsatz bezieht sich zudem nur auf das Geschäft mit Kunden in der Schweiz und in Liechtenstein, die bei Digitec oder Galaxus bestellen.

Nicht enthalten sind also Umsätze, die Galaxus über Verkäufe an Verbraucher in Deutschland erzielt. Hier waren die Schweizer im November 2018 gestartet, um neue Kunden zu gewinnen. Zahlen zu Galaxus Deutschland gab es bislang nicht, doch nun werden die Schweizer auch hier erstmals konkret.

Über 100 Mio. Euro Netto-Umsatz in Deutschland und Österreich

Demnach wurde im vergangenen Geschäftsjahr 2021 ein Netto-Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro in Deutschland und Österreich erzielt. Da Galaxus ja erst im Oktober 2021 in Österreich gestartet war, dürfte der Löwenanteil der 100 Mio. Euro in Deutschland erzielt worden sein. Wie stark das Geschäft hierzulande zugelegt hat, bleibt aber im Dunkeln. Denn ein Vergleich zum Vorjahr ist nicht möglich, da Galaxus auch auf Nachfrage keine Deutschland-Umsätze für 2020 nennt. Generell lege das Geschäft in Deutschland zu, weil die Kundenzufriedenheit steigt und das Sortiment ausgebaut wird. Nach eigenen Angaben komme bei Kunden auch die Mischung aus Shop, Community und Magazin insgesamt gut an.

Die Digitec Galaxus AG hat ihren Firmensitz in Zürich und betreibt in der Schweiz die Shopping-Portale Digitec.ch (Sortiment: Elektronik; Start: 2001) und Galaxus.ch (Universalangebot; Start: 2012). Seit 2018 verkaufen die Schweizer in Deutschland über ihre Shop-Marke Galaxus. Hier werden unter anderem Haushaltswaren, Elektronik und Spielzeug angeboten. Punkten will man aber nicht nur beim Angebot, sondern auch mit einer Kaufberatung. Deshalb gibt es im Online-Shop Galaxus.de unter anderem Fachartikel und Testberichte. So sollen Kunden ihre Kaufentscheidungen leichter treffen können.

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Über Stephan Randler 3045 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.