„Der richtige Zeitpunkt“: Home24 will Mitte Juni an die Börse

Der Online-Möbelhändler Home24 plant einen Börsengang. Demnach werden die Aktien des Spezial-Versenders voraussichtlich ab 15. Juni 2018 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse und gleichzeitig in dessen Teilsegment mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) gehandelt.

Home24 Marc Appelhoff
Marc Appelhoff (Bild: Home24)

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Home24 an den Markt zu bringen“, freut sich Marc Appelhoff (siehe Foto), Co-CEO von Home24. „Wir haben gezeigt, dass wir Wachstum mit verbesserter Profitabilität kombinieren können.“

Diesen Weg möchte der Berliner Möbel-Versender nun mit frischem Kapital fortsetzen. Ziel sei, innerhalb der nächsten 18 Monate auf bereinigter EBITDA-Basis gruppenweit profitabel zu arbeiten.

Home24 strebt mit dem geplanten Angebot einen fixen Bruttoerlös von rund 150 Mio. Euro zuzüglich möglicher Mehrzuteilungen an.

Der Möbel-Versender will die Nettoerlöse aus dem Angebot unter anderem dazu verwenden, um damit in Wachstum, Ausrüstung und Technik zu investieren sowie ausstehende Verbindlichkeiten zu zahlen.

Die Preisspanne für den geplanten Börsengang hat Home24 auf 19,50 Euro bis 24,50 Euro je Aktie festgelegt. Der Angebotszeitraum soll am 4. Juni 2018 beginnen und am 13. Juni 2018 enden.

Der endgültige Angebotspreis wird am Ende des Bookbuildings festgelegt. Das Angebot umfasst bis zu 7.692.307 neue Stückaktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen. Die Preisspanne wurde so festgesetzt, dass Home24 den angestrebten Bruttoerlös auch bei einem Angebotspreis am unteren Ende der Preisspanne erzielen würde. Sollte ein höherer Preis erzielt werden, reduziert sich die Anzahl der neuen Aktien. Nach der Billigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wird der Wertpapierprospekt auf der Webseite von Home24 online einsehbar sein.

Home24 hat das vergangene Geschäftsjahr 2017 mit einem Netto-Umsatz von 276 Mio. Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent. Home24 hat nach eigenen Angaben die Marketing-Ausgaben erhöht und dazu in Prozesse und Systeme investiert. Trotz höherer Ausgaben konnte Home24 sein Ergebnis aber verbessern. So liegt das bereinigte EBITDA mit -22 Mio. Euro zwar erneut deutlich im Minus. Vor einem Jahr hatte der Verlust aber noch -40,1 Mio. Euro betragen.

Home24 wurde 2009 gegründet und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Holland, Belgien, Frankreich und Italien aktiv. Dazu verkauft der Spezialversender unter der Marke Mobly in Brasilien.

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