Deerberg wächst erneut zweistellig und expandiert im E-Commerce

Mit einem Netto-Umsatz von rund 61 Mio. Euro hat die Deerberg GmbH das vergangene Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen, das am 30. November 2021 beendet wurde. Zum Vorjahr entspricht das einem Plus von rund zwölf Prozent. Denn im Geschäftsjahr zuvor stand ein Netto-Umsatz von 54,5 Mio. Euro in den Büchern des Textilhändlers, der auf Damenmode aus natürlichen Materialien spezialisiert ist.

Deerberg
Geschäft von Deerberg (Bild: Deerberg GmbH)

Bereits damals konnte Deerberg seinen Umsatz deutlich steigern. Dass nach 2020 nun auch 2021 wieder ein zweistelliges Wachstum erreicht wurde, hat mehrere Gründe. So konnte Deerberg einmal mehr davon profitieren, dass bereits 2019 das Sortiment überarbeitet und neu zusammen gestellt wurde.

Zur Erinnerung: Damals wurde unter anderem das Angebot an Ware mit dem Bio-Gütesiegel Global Organic Textile Standard (GOTS) ausgebaut, um sich durch solche Produkte von Wettbewerbern besser abzugrenzen. Dazu hatte Deerberg sein Sortiment noch um nachhaltige Wohntextilien erweitert.

Der Anteil an ökologisch-zertifizierten Produkten wurde im Geschäftsjahr 2021 ausgebaut, dasselbe gilt für das Sortiment an nachhaltigen Wohntextilien. Passend dazu haben auch der Fokus auf nachhaltige Damenmode und der Ausbau bei Wohntextilien das Wachstum vorangetrieben. Außerdem hat dem Anbieter erneut die Corona-Pandemie in die Karten gespielt. So wurde das Wachstum auch dadurch unterstützt, dass die Konsumenten im Jahr 2021 erneut generell gerne online eingekauft haben. Die Online-Umsätze sind daher um 17 Prozent gestiegen und damit erneut stärker als der Gesamtumsatz.

Online-Shop für Kunden in Holland gestartet

Im Geschäftsjahr zuvor gab es im E-Commerce zwar mit einem Plus von 39 Prozent deutlich stärkere Zuwächse. Nach dem Online-Boom im ersten Corona-Jahr 2020 haben sich aber auch bei anderen Online-Händlern ja die Wachstumsraten im Geschäftsjahr 2021 wieder normalisiert beziehungsweise abgeschwächt. Passend dazu liegt nun auch das generelle Wachstum mit einem Plus von rund zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert. Denn im Jahr 2020 konnte Deerberg noch um 27 Prozent zulegen.

Auch damals hatte Deerberg davon profitiert, dass in der Corona-Krise mehr Einkäufe ins Internet verlagert wurden. Zwar betreibt der Mode-Händler ein paar Ladengeschäfte als auch zwei Outlets in Deutschland. Den Großteil von seinem Umsatz macht Deerberg aber über den Distanzhandel. Hier bedient man neben Kunden in Deutschland auch Verbraucher in Österreich und in der Schweiz über Online-Shops und gedruckte Kataloge. In Österreich konnte Deerberg im vergangenen Geschäftsjahr 2021 die Vorjahreszahlen deutlich übertreffen, in der Schweiz wurde der Umsatz leicht übertroffen.

Im Herbst 2021 wurde das Geschäft erweitert um einen Online-Shop, der sich an Verbraucher in den Niederlanden richtet. Dieser Ländermarkt ist für Deerberg interessant, weil es in Holland eine große Nachfrage nach nachhaltiger Mode gibt. Betreut wird das Holland-Geschäft von Deutschland aus.

Investiert hat Deerberg im vergangenen Geschäftsjahr 2021 allerdings auch in seinen bestehenden Auslandsmärkten. So wurde jetzt zum Beispiel in der Schweiz ein neuer Online-Shop in französischer Sprache eröffnet, um darüber Verbraucher aus dem französischsprachigen Teil der Alpenrepublik anzusprechen. Auch wegen solcher Investitionen liegt der Gewinn nach Steuern (EAT) nun bei der Deerberg GmbH bei nahezu 1,85 Mio. Euro – und damit unter dem Vorjahreswert von 2,7 Mio. Euro.

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Über Stephan Randler 3071 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.