Holland-Händler Coolblue eröffnet ersten Elektronik-Store in Deutschland

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Seit fast genau einem Jahr betreibt der holländische Multichannel-Händler Coolblue auch einen Online-Shop für Verbraucher in Deutschland. Nun geht der Elektronik-Spezialist den nächsten Schritt bei der Deutschland-Expansion. Zum Jahresende eröffnet Coolblue daher erstmals ein stationäres Geschäft in der Bundesrepublik, damit Kunden künftig rund 1.000 Elektronikprodukte vor Ort einkaufen können.

Coolblue Duesseldorf
Der Store in Düsseldorf (Bild: Coolblue)

Dazu bezieht Coolblue einen Store in Düsseldorf. Dieser entsteht konkret im Geschäfts- und Bürogebäude Kö-Bogen II, das in der City allein schon wegen seinem begrünten, schrägen Dach auffällt (siehe Foto links). Das Geschäft selbst kommt dabei auf eine stattliche Fläche von 2.600 Quadratmetern.

„Kunden wissen oft, welches Produkt sie suchen, aber sie wollen es selbst erleben“, weiß Pieter Zwart, Chief Executive Officer (CEO) von Coolblue. „In den Niederlanden und Belgien haben wir Kunden sehr glücklich gemacht, indem wir ermöglichen, Produkte in unseren Geschäften zu erleben.“

Deshalb betreibt Coolblue in beiden Benelux-Ländern zusammen bereits 16 Stores. Im Ausland ist der Multichannel-Händler allerdings auch schon seit dem Jahr 1999 aktiv. Verkauft wird hier ein Sortiment rund um weiße Ware, Computer und Unterhaltungselektronik. Großgeräte liefert Coolblue dabei über eigene Kuriere aus. Zur Flotte zählen 241 Kleintransporter für Küchengroßgeräte sowie 40 Transporter für Fernsehgeräte. Kleinprodukte werden in Großstädten per Fahrrad geliefert. Hierbei nutzt Coolblue momentan 161 Cargo-Bikes. Für andere Bestellungen arbeitet Coolblue mit Lieferpartnern zusammen.

Geschäft in Deutschland entwickelt sich „sehr gut“

In Deutschland waren die Holländer im August 2020 zunächst am Niederrhein gestartet. Seitdem kann man in dieser Region an der deutsch-holländischen Grenze bereits Elektro-Großgeräte wie Fernseher, Kühlschränke oder Waschmaschinen bestellen, die durch eigene Mitarbeiter geliefert werden. Diesen Service bietet Coolblue seit Herbst 2020 zudem auch Kunden im Großraum Köln und Umgebung an.

Im übrigen Deutschland werden aktuell zwar noch keine Großgeräte ausgeliefert. Dafür aber werden Kleingeräte wie Laptops bereits deutschlandweit angeboten und mit DHL zugestellt. Rund um Neuss, Düsseldorf und Meerbusch können Kunden zudem Pakete von eigenen Fahrradkurieren erhalten.

Angaben zu Umsätzen und Kunden in Deutschland macht Coolblue auf Nachfrage von neuhandeln.de zwar nicht. Das Geschäft in der Bundesrepublik hat sich nach eigenen Angaben bislang aber „sehr gut“ entwickelt. Im Store in Düsseldorf sollen Kunden daher künftig nicht nur Produkte wie Laptops, Handys oder Fernseher erleben. Verbraucher können sich auch ihre Online-Bestellungen in diesen Store liefern lassen und dort abholen („Click & Collect“). Das vergangene Geschäftsjahr 2020 hat Coolblue mit einem Netto-Umsatz von 1,99 Mrd. Euro abgeschlossen und dabei ein EBITDA von 114 Mio. Euro eingefahren.

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Über Stephan Randler 2926 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.