Conrad Electronic schließt weitere Filialen aus wirtschaftlichen Gründen

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Der Elektronik-Händler Conrad dünnt sein Filialnetz weiter aus. So stehen nun auch die Ladengeschäfte in Dortmund als auch in Essen vor dem Aus. Das hat das Multichannel-Unternehmen auf Nachfrage von neuhandeln.de bestätigt. Demnach wird die Filiale in Dortmund bereits Mitte Dezember aufgegeben, während der Store in Essen nach Angaben von Conrad Electronic erst Ende März 2022 schließen wird.

Conrad Zentrale
Zentrale von Conrad (Bild: Conrad Electronic)

Als Hintergrund für die beiden Store-Schließungen nennt Conrad einmal mehr „wirtschaftliche Erwägungen“. Diese Begründung dürfte Lesern von neuhandeln.de bekannt vorkommen. Denn aus wirtschaftlichen Gründen stehen bereits die beiden Stores in Nürnberg und in Leipzig vor dem Aus.

So schließt Conrad seine Filiale in Nürnberg in diesem November, wie ich im Sommer bereits auf neuhandeln.de berichtet hatte. Und der Store in Leipzig soll ebenfalls Mitte November 2021 aufgegeben werden. Dazu schließt die Filiale in Dresden im November – wenn auch aus einem anderen Grund.

Denn aus Sachsen zieht sich der Elektronik-Händler zurück, weil hier der komplette Gebäudekomplex in den kommenden Jahren umgewandelt wird. Deshalb könne Conrad Electronic mit seiner Filiale nicht in den vorhandenen Räumlichkeiten verbleiben. Aufgrund von „Standort-bedingten Besonderheiten“ und wegen „wirtschaftlichen Erwägungen“ wurde im vergangenen Jahr schon das Ladengeschäft von Conrad in Mainz geschlossen. Obendrein musste sich Conrad in diesem Jahr auch schon von seiner Filiale in München-Moosach verabschieden, weil der Mietvertrag vom Vermieter nicht verlängert worden war.

Fünf Stores schließen in nächster Zeit

Trotz mehrerer Schließungen in diesem Jahr setzt Conrad aber nach eigenen Angaben weiter auf eine Vernetzung von Online-Shop und Einzelhandel. „Wir befinden uns in einem Transformationsprozess hin zu einer Sourcing-Plattform für technischen Betriebsbedarf mit einem besonderen Fokus auf B2B-Kunden“, argumentiert der Elektronik-Spezialist auf Nachfrage. „Doch auch wenn sich unser Fokus mehr auf Online und B2B verschoben hat, verlieren wir unseren stationären Handel nicht aus den Augen.“

Aktuell arbeite man an zukunftsfähigen und wirtschaftlich erfolgreichen Konzepten, um weiterhin direkt mit Kunden vor Ort in Kontakt zu treten. Möglicherweise setzt Conrad Electronic dabei ein Konzept fort, das momentan bereits in Köln getestet wird. Denn hier wurde vor einem Jahr ein Pilot-Store eröffnet, der sich an B2B-Kunden richtet. Dieser Store zählt zu den 18 Ladengeschäften, die Conrad Electronic aktuell noch in der Bundesrepublik betreibt. Doch mit dem bevorstehenden Aus in Nürnberg, Leipzig, Dresden sowie Dortmund und Essen fallen demnächst gleich fünf Ladengeschäfte in Deutschland weg.

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Über Stephan Randler 2926 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.