E-Commerce-Kehrtwende: C&A zieht sich von Online-Marktplätzen zurück

Das Mode-Unternehmen C&A verabschiedet sich demnächst wieder von externen Online-Marktplätzen. Das erklärt der Textil-Spezialist, der in Deutschland aktuell noch Mode bei Amazon und Zalando verkauft. Doch künftig will sich das Mode-Unternehmen nach eigenen Angaben bei dem Geschäft im E-Commerce darauf konzentrieren, den Online-Handel auf den hauseigenen digitalen Vertriebskanälen auf- und auszubauen.

Wim Blaauw
Digital-Chef Wim Blaauw (Bildquelle: C&A)

Dass sich C&A von den E-Commerce-Platzhirschen verabschiedet, hat seine Gründe. Denn nach eigenen Angaben haben die Partnerschaften zwar zu dem Umsatzwachstum beigetragen, führten dabei aber nicht zu einem „erwarteten Margenbeitrag“. Mit dem Marktplatz-Geschäft wollte C&A zudem neue Kunden gewinnen, die dann ihre Mode auch direkt online und vor Ort bei C&A kaufen.

Eine Auswertung zeigt laut dem Mode-Anbieter aber, dass die Ergebnisse in dieser Hinsicht „nicht zufriedenstellend“ sind. Das Marktplatz-Geschäft werde deshalb in den kommenden Wochen „kontrolliert zum Abschluss“ gebracht.

Vor diesem Hintergrund führt C&A aktuell schon Gespräche mit Amazon, Zalando und Wehkamp. Mit dem Versandhändler aus Holland kooperiert C&A bereits seit dem Jahr 2008. Seit dem Jahr 2022 gibt es Mode von C&A zudem auf der deutschen Website von Amazon, wo die Textilien seit Juni 2022 in einem Brand Store von C&A angeboten werden. Kurz darauf hatte sich der Textil-Händler dem Partner-Programm von Zalando angeschlossen, über das seitdem Textilien von C&A im deutschen Online-Shop von Zalando erhältlich sind. Dabei tritt C&A als Verkäufer auf, gelagert und verschickt wird die Mode durch die Partner.

Fokus auf eigene Kanäle

Ohne diese fehlen C&A beim E-Commerce-Geschäft zwar große Namen an der Seite. Das sieht man beim Mode-Unternehmen inzwischen aber durchaus positiv. „Wir sind davon überzeugt, dass wir das Potenzial haben, unser digitales Geschäft zu modernisieren und zu vereinfachen, und es damit zukunftsfähig zu machen und weiter zu wachsen“, betont Wim Blaauw, Chief Digital & Transformation Officer bei C&A.

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