Chipmangel ein Grund: Bei der Unito-Gruppe sinkt der Umsatz wieder

Die Unito-Gruppe hat einen Netto-Umsatz von 395 Mio. Euro erzielt in dem vergangenen Geschäftsjahr 2021/22, das am 28. Februar 2022 beendet wurde. Damit ist der Umsatz aber deutlich gesunken bei der Otto-Tochter aus Österreich, die unter anderem hinter den Online-Händlern Universal, Otto Österreich und Quelle steht. Denn ein Jahr zuvor hatte die Otto-Tochter einen Netto-Umsatz von 423 Mio. Euro eingefahren. Im Jahresvergleich hat sich der Netto-Umsatz von Unito damit um 6,3 Prozent reduziert.

Unito Österreich
Unito-Chef Harald Gutschi (Bild: Unito)

Trotz Umsatzrückgang ist die Otto-Tochter aus Österreich zufrieden damit, wie das vergangene Geschäftsjahr gelaufen ist. Denn der Umsatz ist nicht zuletzt gesunken, weil die Gruppe bei ihrem Geschäft ausgebremst wurde.

„Der überwiegende Teil unseres Umsatzrückgangs stammt aus dem Technik-Bereich“, erklärt Harald Gutschi (siehe Foto), Sprecher der Geschäftsführung und zuständig für Marketing und Vertrieb. „Wenn aufgrund des Chipmangels viele Technik-Artikel nicht lieferbar sind, können wir sie schließlich auch nicht verkaufen.“ Der Textil-Bereich hingegen weise eine gute Entwicklung auf.

Der Umsatz der Unito-Gruppe sinkt zudem auf einem hohen Niveau. Denn ein Jahr zuvor konnte die Otto-Tochter auf vergleichbarer Basis noch um 20 Prozent zulegen. So hatten auch die Kollegen in Österreich davon profitiert, dass Kunden in der Corona-Krise mehr Einkäufe ins Internet verlagert hatten. „Verglichen mit dem Vor-Pandemie-Niveau des Geschäftsjahres 2019/20 sind wir mit 12,5 Prozent in einem soliden Plus“, relativiert daher Unito-Chef Gutschi die aktuelle Umsatzentwicklung.

Otto Österreich verbucht weiteres Wachstum

Das kann man durchaus so sehen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Unito auf dem hohen Corona-Niveau des Vorjahres jetzt nicht weiter wachsen konnte. Anderen Online-Händlern ist das dagegen durchaus gelungen. Wobei das für den Online-Händler Otto Österreich allein genommen ebenfalls gilt. Denn diese Unito-Marke konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 einen Netto-Umsatz von 100 Mio. Euro erzielen und damit immerhin ein Wachstum von 3,7 Prozent verbuchen.

Die Unito-Gruppe gehört zum Otto-Konzern. Das Tochter-Unternehmen hat Standorte in Salzburg und Graz in Österreich, zählt im Konzernverbund aber zu der Baur-Gruppe aus Burgkunstadt. In Österreich ist Unito mit den Händler-Marken Universal, Otto, Quelle und Lascana als auch dem Finanzdienstleister OKO vertreten. In der Schweiz ist man mit den Marken Ackermann, Lascana und Quelle aktiv, wobei die Unito-Gruppe mit der Traditionsmarke Quelle auch Kunden in Deutschland bedient. Ein Geschäftsfeld sind zudem B2B-Dienstleistungen. So betreut der Customer-Service der Gruppe auch externe Firmen.

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Über Stephan Randler 3151 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.