„Rückenwind und Corona-Push“: Baur-Gruppe greift nach der Umsatz-Milliarde

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Die Baur-Gruppe steht kurz davor, ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr zu beenden. Denn die Otto-Tochter rechnet damit, den Netto-Umsatz in der Berichtsperiode 2020/21 (Ende: 28. Februar) gleich zweistellig um zwölf bis 14 Prozent steigern zu können. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor hatte man ein Plus von rund vier Prozent erreicht und damit einen neuen Rekordwert von 848 Mio. Euro erzielt.

Patrick Boos
Baur-Chef Patrick Boos (Bild: Baur-Gruppe)

Dieser Wert wird nun erneut getoppt. Denn mit dem zweistelligen Wachstum im laufenden Geschäftsjahr erhöht sich der Gruppen-Umsatz voraussichtlich auf rund 950 Mio. Euro. Damit wird die Umsatz-Milliarde für Baur greifbar.

„Wir wachsen in Dimensionen, die wir vor einem Jahr noch für unerreichbar gehalten hätten“, freut sich Patrick Boos (siehe Foto links), Vorsitzender der Geschäftsführung der Baur-Gruppe. „Wir haben Marktchancen konsequent genutzt, zahlreiche neue Kunden im Online-Handel gewonnen und unsere Auftraggeber im Dienstleistungsgeschäft ausgezeichnet betreut.“

Wirklich überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Denn bereits im Herbst hatte Baur-Chef Boos im Exklusiv-Interview mit neuhandeln.de betont, dass die Corona-Krise die Unternehmensgruppe „auf ein neues Umsatzniveau katapultiert“ hatte. Auch für das gesamte Geschäftsjahr 2020/21 profitiert die Baur-Gruppe daher davon, dass Verbraucher in der Corona-Krise mehr Käufe ins Internet verlagern.

„Rückenwind, den wir in Markterfolge umzuwandeln wissen“

Auch der so genannte Cocooning-Effekt spielt Baur momentan in die Karten. So kaufen Kunden gerade verstärkt Elektronik-Artikel sowie Produkte rund um Home & Living, um es sich in der Corona-Krise Zuhause gemütlich zu machen. Damit steigt generell die Nachfrage nach Sortimenten, wo zum Beispiel der Baur-Versand seine Stärken hat. „Der Online-Handel erfährt viel Rückenwind und einen Corona-Push, den wir zu nutzen und in Markterfolge umzuwandeln wissen“, verdeutlicht Baur-Chef Boos.

Ein Erfolgsfaktor sei aber auch, dass die Gruppe inzwischen generell schneller und flexibler am Markt agiere. So habe man zum Beispiel die neue Rubrik „Home-Office“ im Baur-Shop eingerichtet, nachdem immer mehr Kunden nach Elektronik-Produkten für Zuhause gesucht hatten. Diese Neuerung wurde in nur wenigen Stunden besprochen, geplant und umgesetzt – was früher deutlich länger gedauert hätte.

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Auch beim Dienstleistungsgeschäft konnte die Gruppe davon profitieren, dass Verbraucher mehr bei den Online-Shops bestellt haben, für die Baur in der Logistik und dem Service tätig ist. Doch positiv entwickelt sich nicht nur der Umsatz, sondern auch das Ergebnis. In dem laufenden Geschäftsjahr werde die Baur-Gruppe daher auch an Profitabilität und Ertragsstärke zulegen, wie Boos betont.

Zur Baur-Gruppe zählen neben dem Baur-Versand auch Dienstleister wie der Logistik-Spezialist Baur Fulfillment Solutions GmbH (BFS). Zum Konzern gehört außerdem die Unito-Gruppe, die Kunden in Österreich und der Schweiz bedient über Händlermarken wie Universal, Otto Österreich und Quelle.

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Über Stephan Randler 2794 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.