Geschäftsjahr 2019/2020: Baur-Gruppe wächst stärker als erwartet

Die Baur-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr 2019/2020 (Ende: 29. Februar) mit einem Netto-Umsatz von 848 Mio. Euro abgeschlossen, wie jetzt die endgültigen Zahlen für diese Berichtsperiode besagen. Demnach steht ein Plus von 3,9 Prozent in den Büchern, nachdem die Otto-Tochter ein Jahr zuvor mit allen Geschäftsfeldern erst auf einen Gesamtumsatz von 817 Mio. Euro gekommen war.

Patrick Boos
Patrick Boos (Bild: Baur-Gruppe)

Mit einem Plus von 3,9 Prozent fällt das Wachstum nun sogar höher aus als erwartet. Schließlich hatte man ja zu Jahresbeginn zunächst nur mit einem Plus von zwei bis drei Prozent auf mehr als 830 Mio. Euro gerechnet. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor war die Baur-Gruppe um 1,3 Prozent gewachsen.

Die Otto-Tochter toppt nun aber nicht nur ihre Erwartungen beim Umsatz. Auch beim Ergebnis habe man das Ziel jetzt übertreffen können. Hier verrät die Otto-Tochter zwar keine konkreten Zahlen. Die Baur-Gruppe sei aber in allen Geschäftsbereichen profitabel gewachsen.

Bei den einzelnen Geschäftsfeldern hat der Versandhandel bei der Kernmarke Baur um drei Prozent zugelegt, der Online-Handel allein betrachtet sogar um sechs Prozent. Wie bereits berichtet hat es bei den Sortimenten „Technik/Freizeit“ sowie „Home“ nun hohe Zuwächse gegeben, während der Umsatz aus dem Mode-Handel beim Baur-Versand allerdings leicht unter dem Vorjahreswert geblieben ist.

Auch bei der Österreich-Tochter Unito hat sich der Gesamtumsatz zwar um 2,9 Prozent verringert. Die Versendergruppe hatte aber zum einen ihre Aktivitäten in Osteuropa beendet, wo Online-Shops für die Marken „Otto“ und „Lascana“ betrieben wurden. Zum anderen wurde auch weniger in Print-Werbung investiert, da sowohl Auflagen als auch Seitenzahlen bei saisonalen Katalogen und Mailings reduziert wurden. Denn E-Commerce ist inzwischen das Kerngeschäft. Im Online-Handel hat sich deshalb auch der Umsatz um fünf Prozent erhöht. Vor allem die Nachfrage nach Möbeln sowie Haushaltswaren und Heimtextilien habe das Online-Geschäft befeuert, das EBIT der Gruppe liege über den Erwartungen.

Beim Service-Geschäft der Gruppe habe sich unter anderem die auf Fulfillment spezialisierte Tochter BFS „sehr erfreulich“ entwickelt und das bislang höchste Ergebnis eingefahren. Trotz solcher Erfolge ist es aber natürlich auch für die Baur-Gruppe aktuell quasi nicht möglich, eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben. Denn kurz nach dem Start in die Berichtsperiode 2020/2021 hat die Corona-Krise auch die Otto-Tochter erwischt, wo unter anderem viele Mitarbeiter ins Home-Office versetzt wurden. „Bislang haben wir die Krise gut gemeistert“, berichtet Baur-Boss Patrick Boos (siehe Foto).

Zur Baur-Gruppe zählen neben dem Baur-Versand auch Dienstleister wie die auf Logistik spezialisierte Baur Fulfillment Solutions GmbH (BFS). Zum Konzern gehört zudem die Unito-Gruppe, die ebenfalls im Handel aktiv ist (u.a. Universal, Otto Österreich und Quelle) und Services wie Fulfillment vermarktet.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online- und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.563 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2653 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.