„Wirtschaftlichkeit steigern“: Klingel-Gruppe verlegt „Happy Size“-Standort

Die Klingel-Gruppe wird weiter umgebaut. Nachdem die Versendergruppe aus Pforzheim zuletzt schon mehrere Online-Shops geschlossen hat, bekommt nun der hauseigene Große-Größen-Spezialist Happy Size eine neue Heimat. So verlegt der Konzern den Standort des Versandhändlers für Plus-Size-Mode von Frankfurt (Main) nun an den Hauptsitz nach Pforzheim. Der Umzug ist für Anfang Juli geplant. Alle 55 Mitarbeiter von Happy Size haben das Angebot erhalten, ihre Tätigkeit in Pforzheim fortzusetzen.

Happy Size
Der Happy Size Online-Shop (Bild: Screenshot)

Mit dem Umzug nach Pforzheim will der Klingel-Konzern künftig Synergien nutzen sowie eine „stärkere Orientierung an Konzern-Prozessen“ erreichen als auch einen Know-how-Transfer mit anderen Händlern des Konzerns, der von Pforzheim aus ja schon mit den beiden Plus-Size-Marken „Mia Moda“ sowie „Meyer Mode“ im Mode-Geschäft mit großen Größen mitmischt.

Das spricht auf dem Papier tatsächlich dafür, das Plus-Size-Geschäft zentral an einem Standort zu bündeln. Es gibt aber auch noch einen weiteren Grund, wieso Klingel seine Händler-Marke Happy Size zu sich nach Pforzheim holt.

Denn durch den Umzug sollen in Zukunft nicht zuletzt die „Wirtschaftlichkeit von Happy Size gesteigert“ und „bessere Perspektiven für die künftige Unternehmensentwicklung“ geschaffen werden, wie der Klingel-Konzern auf Nachfrage von neuhandeln.de verrät. Denn Happy Size hatte nach eigenen Angaben in den vier Jahren zuvor nicht den gewünschten Erfolg – trotz Sanierungsmaßnahmen.

Der Plus-Size-Spezialist ist seit 2012 eine Klingel-Tochter und gehörte davor zum Neckermann-Konzern mit Firmensitz in Frankfurt. Das erklärt, warum das Mode-Geschäft bislang räumlich getrennt von den übrigen Aktivitäten im Versandhandel der Klingel-Gruppe mit Hauptsitz in Pforzheim abgelaufen ist.

Die Klingel-Gruppe hat erst vor kurzem den Mode-Shop Stilago geschlossen und das Fitness-Angebot BeActive.de beerdigt. Dazu wurde der Möbel-Shop MiaVilla.de vom Netz genommen. Durch die Shop-Schließungen will sich der Klingel-Konzern jetzt auf seine „profitablen Kernmarken“ konzentrieren.

Zur Klingel-Gruppe gehören insgesamt 15 Versender-Marken, die sich in erster Linie an die Zielgruppe der Best Ager richten. Zu den Klingel-Händlern gehören prominente Namen wie die Kernmarke Klingel, Alba Moda, Conleys oder der Impressionen-Versand. Der Konzern beschäftigt rund 2.550 Mitarbeiter.

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Über Stephan Randler 2268 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

2 Kommentare zu „Wirtschaftlichkeit steigern“: Klingel-Gruppe verlegt „Happy Size“-Standort

  1. So ganz allmaehlich muss man sich ueberhaupt fragen, was war eigentlich in den letzten 10 Jahren erfolgreich bei KLiNGEL?

  2. Die KLINGEL Gruppe, Armin Bischoff und die Eigentümerfamilie haben es zugegeben nicht leicht! Meiner Meinung nach MUSS sich KLINGEL immens wandeln. Statt zu diversifizieren mit guten jungen Startups (wie OTTO), scheint ihre Investment-Sparkte K-Invest grade kein Budget zu haben.

    Im Fall Happy-Size wird es ganz deutlich! Was soll Bischoff und Oliver Lenz machen? Eigentlich müssten sie Innovationen aufkaufen oder aufbauen! Kooperieren mit schnell-wachsenden Startups wie Wundercurves mit Plattform-/Technologie-Fokus.
    https://etailment.de/news/start-ups/wundercurves-erfolg-22205

    Selbst ein Sheego von Schwab/OTTO wandelt sich, ist stark verjüngt , akzeptiert ihre Stärke als Hersteller und kooperiert konsequent mit Marktplätzen wie Zalando, About You und co für mehr Umsätze.
    https://www.textilwirtschaft.de/business/news/plus-sizes-no-body-ist-he-same–das-sheego-prinzip-215996

    Problem: Haben/Kriegen Bischoff und Lenz dafür irgendwie Budget von Andreas Kohm / Joachim Kohm und der Familie? Happy-Size kann ja aus Pforzheim funktioniere, warum nicht! Aber es muss zu einem ganzheitlichen und vor allem modernen Angebot werden. Dafür muss mal einfach Budgets kriegen und schlau investieren.

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