Windeln.de: Millionenumsatz durch neues B2B-Geschäft mit Covid-19-Schutzartikeln

Die Windeln.de-Gruppe hat im ersten Quartal 2020 lediglich einen Gesamtumsatz von 14,9 Mio. Euro eingefahren. Damit steht ein Rückgang von -13,4 Prozent in den Büchern – was überrascht. Schließlich hatte der Konzern sich im März 2020 über „einen deutlichen Zuwachs im Bestellvolumen“ gefreut – weil Verbraucher rund um den Corona-Lockdown verstärkt Konsumgüter online nachgefragt hatten.

Corona Mundschutz
Windeln.de hat Masken an B2B-Kunden verkauft

Dennoch hat sich in der DACH-Region der Netto-Umsatz von zuvor 4,7 Mio. Euro (Q1/19) auf 4,5 Mio. Euro (Q1/20) verringert. Hintergrund ist, dass der Konzern weiter seine Profitabilität steigern will. Deshalb wurde weniger in Marketing investiert und zudem das Sortiment weiter ausgedünnt.

Und im März habe zwar der Auftragseingang im deutschsprachigen Raum mehr als 42 Prozent über dem Wert von Februar 2020 gelegen. Das hohe Bestellvolumen konnte man aber nicht so schnell abwickeln, so dass es in der Logistik zu einem Rückstand bei der Auftragsbearbeitung gekommen ist.

Ein Teil der Umsätze wurde dadurch erst im April 2020 verbucht, wo der Konzern nun nach vorläufigen Zahlen über alle Länderaktivitäten (DACH-Region und China) einen Netto-Umsatz von rund 15,3 Mio. Euro hat erzielen können. Interessant ist das nicht nur, weil der Umsatz aus diesem Monat damit den Umsatz aus dem gesamten ersten Quartal 2020 von 14,9 Mio. Euro ja übertrifft. Auch vor einem Jahr hatte der Konzern im April 2020 erst einen Netto-Umsatz von 5,5 Mio. Euro erwirtschaften können.

„Optimistisch, dass weitere Aufträge folgen“

Den starken Zuwachs verdankt Windeln.de nun auch einem Zusatzgeschäft. Denn in den 15,3 Mio. Euro sind gleich 7,1 Mio. Euro enthalten, die über den Verkauf von Gesundheitsprodukten an B2B-Kunden erzielt wurden. Denn man habe das Geschäftsmodell erweitert, indem Produkte aus China importiert wurden. Hierfür konnte man die vorhandene Logistik nutzen und sei daher optimistisch, dass „weitere Aufträge in diesem Bereich folgen“ werden. Konkret verkauft wurden bislang Mund-Nasen-Masken und weitere Covid-19-Schutzartikel wie Handschuhe – und zwar außerhalb der Online-Shops. Der Kontakt zu den neuen Firmenkunden sei unter anderem über den neuen Vorstand Sean Wei hergestellt worden.

Die deutsche Windeln.de-Gruppe verkauft aktuell über ihre Marke Windeln.de in der DACH-Region und in China, wo der Netto-Umsatz von zuvor 12,3 Mio. Euro (Q1/19) auf 10,2 Mio. Euro (Q1/20) gesunken ist. Dazu ist der Konzern außerdem mit Bebitus in Frankreich, Spanien und Portugal aktiv. Die Bebitus-Umsätze fehlen jetzt allerdings in allen Zahlen, da dieses Auslandsgeschäft ja verkauft werden soll.

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Über Stephan Randler 2491 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.