„Westwing Now“ kommt an: Rollout in weitere Ländermärkte geplant

Adreko

Der auf Accessoires und Möbel spezialisierte Shopping-Club Westwing hat seinen Umsatz im dritten Quartal 2017 um vier Prozent auf 58,1 Mio. Euro gesteigert. Generell habe man sich bei Westwing auf die am meisten profitablen Kunden konzentriert und versucht, diese zu (re-)aktivieren. Verbessert hat sich neben dem Umsatz auch bei Westwing die Marge, was man mit einem besseren Produkt-Mix und Eigenmarken begründet. Zur Erinnerung: Um das Geschäft anzukurbeln, bietet der Shopping-Club seit Sommer unter dem Label Westwing Basics Collection erstmals ein Sortiment an Eigenmarken an.

Westwing Umsatz
Die aktuellen Zahlen von Westwing im Überblick (Tabelle: Rocket Internet)

Positiv entwickelt sich auch das Ergebnis, wo Westwing ebenfalls seine Verluste reduziert hat (siehe Tabelle). In Deutschland ist das Geschäft nach eigenen Angaben bereits profitabel, wo man zweistellig zulegen konnte. Dazu dürfte auch der Online-Ableger „Westwing Now“ beigetragen haben, über den man seit Frühjahr 2015 ein dauerhaftes Sortiment anbietet – zusätzlich zu den zeitlich limitierten und wechselnden Angeboten im Shopping-Club. Passend dazu will man das Online-Angebot „Westwing Now“ laut dem Quartalsbericht in weitere Länder ausrollen, das es bislang nur in Deutschland gibt.

Neue Zahlen gibt es auch zum Schwester-Unternehmen Home24, wo es im dritten Quartal 2017 einen Netto-Umsatz von 63,2 Mio. Euro gegeben hat. Damit ist der Umsatz zum Vorjahr gleich zweistellig um 16,4 Prozent gestiegen, nachdem Home24 im zweiten Quartal 2017 erst um 8,4 Prozent zulegen konnte und man im ersten Quartal 2017 nur um 5,2 Prozent gewachsen war. Hintergründe für diese Entwicklung hat der Möbel-Versender auf Nachfrage von neuhandeln.de zwar bislang nicht verraten.

Home24 Umsatz
Die aktuellen Zahlen von Home24 im Überblick (Tabelle: Rocket Internet)

Im Quartalsbericht (PDF) steht dafür aber unter anderem, dass man sich weiter auf Produktqualität sowie eine gute Zustellung und einen guten Kunden-Service konzentriert habe. Interessant ist es dennoch, dass ausgerechnet jetzt die Umsätze anziehen. Denn vor einem Jahr war der Umsatz im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gesunken – unter anderem mit der Begründung, dass die Umsätze bei Home24 in der Sommer-Saison traditionell schwächer ausfallen.

Möglicherweise wurde das Geschäft jetzt durch eine neue TV-Kampagne befeuert, die im August 2017 gestartet war. Wie sich die Werbeausgaben entwickelt haben, ist dem Quartalsbericht allerdings nicht zu entnehmen. Hier erfährt man lediglich, dass sich die Marge verbessert und die Verluste reduziert haben (siehe Tabelle oben). Das dürfte mit daran liegen, dass man seit geraumer Zeit den Fokus auf mehr Effizienz legt und verstärkt auf Eigenmarken setzt. So ist zum Beispiel dem Geschäftsbericht für das Jahr 2016 zu entnehmen, dass man das Angebot an (margenstarken) Eigenmarken ausgebaut hat.

Home24 wurde 2009 gegründet und ist in sieben Ländern in Europa aktiv (Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland, Belgien, Frankreich und Italien). Zusätzlich verkauft der Spezialversender unter der Zweitmarke Mobly in Brasilien. Westwing wiederum wurde 2011 gegründet und ist in Europa in 14 Ländern aktiv. Im Angebot sind preisreduzierte Möbel, Accessoires und Textilien, die nur für einen begrenzten Zeitraum erhältlich sind. Einsehen können die Angebote nur registrierte Mitglieder. An Home24 ist Rocket Internet direkt und indirekt zu 41 Prozent beteiligt, an Westwing zu 32 Prozent.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr. 4.158 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel beziehen schon den kostenlosen Newsletterhier geht es direkt zum Abo.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*