Vorstand erweitert: Beate Uhse AG holt Sanierungsexperten

Die angeschlagene Beate Uhse AG holt sich Verstärkung ins Haus: So wurde mit Thomas Kresse nun ein zusätzlicher Manager in den Vorstand des kriselnden Erotik-Konzerns berufen, der nach Angaben des Unternehmens auf Krisensituationen spezialisiert ist. Bei der Beate Uhse AG soll Kresse daher ab sofort als „Chief Restructuring Officer“ (CRO) mit seiner Erfahrung helfen, den Erotik-Konzern zu sanieren.

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Michael Specht (Bild: Beate Uhse AG)

Ihm zur Seite steht dabei Michael Specht (siehe Foto links), der seit April 2017 bei der Beate Uhse AG der neue Vorstandsvorsitzende ist. In diesem Gremium war Specht in den vergangenen Monaten allein tätig, nachdem der Finanzvorstand Cornelius Vlasblom im Juni 2017 abberufen worden war.

Mit dem neuen CRO arbeitet Specht dennoch schon länger zusammen. Denn Neuzugang Kresse ist auch Vorstand der Hamburger Unternehmensberatung Nexpert, die ebenfalls seit April 2017 für die Beate Uhse AG tätig ist. Für die Unternehmensberatung arbeitet der neue CRO von Beate Uhse weiterhin.

Die Beate Uhse AG hat diesen Monat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Hintergrund ist, dass zuvor die Verhandlungen mit einer Investorengruppe gescheitert sind. Hier hatte man zuletzt versucht, eine Anleihe umzustrukturieren und deshalb über eine Finanzierungsaufnahme verhandelt.

Vorstandsboss Michael Specht geht davon aus, den gesamten Konzern sanieren zu können. Dass die Gruppe in Schieflage geraten ist, sei selbst verschuldet. So habe die Beate Uhse AG unter „strategischen Fehlentscheidungen“ gelitten. Demnach wurde unter anderem der Online-Handel zu zögerlich und unsystematisch betrieben und dazu wichtige Entwicklungen im stationären Handel verpasst. Es gebe aber „detaillierte Aktionspläne“, die man nun im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung umsetzen will.

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