Überraschendes Aus: Zalando beerdigt Mode-Messe „Bread & Butter“

Der Berliner Fashion-Versender Zalando verabschiedet sich von seiner Mode-Messe „Bread & Butter“. Eine entsprechende Meldung vom Handelsblatt hat der Online-Händler gegenüber neuhandeln.de bestätigt. Demnach habe man sich „nach sorgfältiger Überlegung“ nun dazu entschieden, im nächsten Jahr auf das hauseigene Event zu verzichten – obwohl man an sich bislang mit der Messe zufrieden ist.

Bread & Butter Zalando
Logo des Events (Grafik: Zalando)

Vor diesem Hintergrund lässt sich Zalando daher nun auch ein Hintertürchen offen. Denn die Markenrechte an der „Bread & Butter“ behält der Fashion-Versender weiter. Deshalb sei prinzipiell denkbar, die Messe erst einmal ein Jahr pausieren zu lassen, um sie im Jahr 2020 doch wieder zu veranstalten.

Momentan scheint es aber unrealistisch, dass Zalando die Messe nach einem Jahr Pause wieder aufleben lässt. Denn zum einen hat das Mode-Event in den vergangenen drei Jahren immer einmal jährlich stattgefunden, weshalb eine plötzliche Pause nun nicht wirklich zum Konzept passt.

Zum anderen dürfte sich im kommenden Jahr auch wenig an den Gründen ändern, die nun bei Zalando plötzlich gegen eine hauseigene Mode-Messe sprechen. Denn Zalando sieht sich nach eigenen Angaben nicht als eine Event-Agentur und will letztlich in Maßnahmen investieren, die den Mode-Anbieter sowohl „strategisch weiterbringen“ als auch „skalierbar sind“. Gut möglich daher, dass die Berliner den Aufwand unterschätzt haben. An den Finanzen soll es jedenfalls nicht gelegen haben. So habe Zalando über das Event „gute Umsätze“ erzielt mit Ticketing, Verkäufen auf der Messe und Einnahmen von Sponsoren.

Das Mode-Event „Bread & Butter“ war ursprünglich eine Fachmesse für Fashion-Profis und wurde 2015 von dem Mode-Händler Zalando übernommen, der die Veranstaltung seitdem als „Festival of Style“ für Verbraucher positioniert hat. So wollte Zalando seiner Marke ein Gesicht geben sowie Beziehungen zu Marken aufbauen. Diese Ziele habe Zalando erreicht. So sind die Berliner mit allen drei Events nicht nur „sehr zufrieden“. Mit der Messe habe man zudem „Fashion-Kompetenz aufgebaut und das Vertrauen der Marken gewonnen“. Vielleicht braucht Zalando ja auch deshalb seine Mode-Messe jetzt nicht mehr.

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