„See now, buy now“: Zalando-Show „Bread & Butter“ wird zum Shopping-Event

Ende August startet Zalando in Berlin eine weitere Auflage seiner hauseigenen Mode-Messe „Bread & Butter„. Dort sollen Fashion-Fans einmal mehr eine bunte Style-Show erleben, auf der verschiedene Marken neue Mode präsentieren. Dieses Mal geht es aber längst nicht mehr nur darum, Verbrauchern neue Fashion vorzustellen. Im Herbst wird das Zalando-Festival auch endgültig zum Shopping-Event.

Bread & Butter Zalando
Logo der Fashion-Show (Grafiken: Zalando SE)

Denn die Verbraucher-Messe steht in diesem Jahr unter dem Motto: „See now, buy now“. Das bedeutet konkret: Teilnehmende Marken werden nun erstmals direkt an Besucher verkaufen können. Hintergrund ist, dass sich Teilnehmer entsprechende Einkaufsmöglichkeiten wünschen würden.

Das klingt plausibel. Schließlich dürften viele Verbraucher neue Outfits bestimmt am liebsten direkt mitnehmen, wenn sie diese ohnehin vor Ort präsentiert bekommen. Zalando kann zudem von Impulskäufen profitieren, wenn Kunden direkt auf dem Fashion-Festival zuschlagen dürfen.

Damit genug Ware vor Ort bevorratet werden kann, bekommen die einzelnen Marken in diesem Jahr mehr Fläche. Es bleibt daher bei rund 40 Ausstellern, nachdem es hier vor einem Jahr erst noch ein Wachstum von 25 auf 40 Partner gegeben hatte. In diesem Jahr limitiert sich Zalando aber auch ein Stück weit selbst, da der Fokus auf Streetwear liegt – und nicht mehr wie zuvor auf Mode generell.

Einkaufen konnten Kunden im Vorjahr zwar auch schon. Damals war alles aber komplizierter. Denn neue Kollektionen konnte man nur online ordern. Dafür bekamen Besucher ein Armband mit einem RFID-Tag. Damit konnte man Produkte scannen, die anschließend als Favoriten im Kunden-Profil bei Zalando.de gespeichert wurden. Denn jedes Armband besaß einen individuellen Code, den man mit seinem Account verknüpfen konnte. Darauf wurde dann jeder Artikel gebucht, der gescannt wurde.

Bread & Butter Zalando
Im Vorjahr konnte man Produkte vor Ort scannen und nachher online bestellen.

Jetzt sollen Interessenten einfacher an die Ware kommen, wenn sie gewünschte Artikel direkt vor Ort erwerben können. Bezahlen lassen sich diese bargeldlos per Kreditkarte. Und wer seine Fashion-Käufe nicht das ganze Festival mit sich schleppen möchte, kann die Artikel bei DHL abgeben und sich die Ware bequem nach Hause liefern lassen. Verkauft wird dennoch nicht nur vor Ort, sondern auch online.

Auf Zalando.de ist parallel zum Fashion-Festival ein „Online-Shopping-Hub“ geplant, um Kunden neben redaktionellen Inhalten ein kuratiertes Produkt-Sortiment zur „Bread & Butter by Zalando“ zu bieten.

Neben Neuheiten will Zalando hier auch Ware präsentieren, die bereits im Sortiment ist. Orientieren soll sich der geplante Shopping-Hub am Design der neuen Beauty-Kategorie, wo seit dem Einstieg ins Kosmetik-Geschäft in diesem Frühjahr ja Zalando ebenfalls Produkte neben Ratgebern präsentiert.

Das Mode-Event „Bread & Butter“ war ursprünglich eine Fachmesse für Fashion-Profis und wurde 2015 von dem Mode-Händler Zalando übernommen, der die Veranstaltung seitdem als „Festival of Style and Culture“ für Verbraucher positioniert und Fashion-Fans einmal jährlich nach Berlin lädt. Mit dem Event will Zalando seiner Marke ein Gesicht geben sowie Beziehungen zu Marken pflegen und aufbauen.

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