Trotz Umsatzrückgang: Walz-Gruppe freut sich über „positives“ Geschäftsjahr

Die Versandhaus Walz GmbH hat das vergangene Geschäftsjahr 2017 mit einem Netto-Umsatz in Höhe von 235,2 Mio. Euro abgeschlossen. Das geht aus dem entsprechenden Konzernabschluss hervor, der soeben online veröffentlicht wurde. Demnach ist der Umsatz gesunken, da der Walz-Konzern ein Jahr zuvor noch auf einen Netto-Umsatz von 255,2 Mio. Euro gekommen war. Obwohl es nun aber einen deutlichen Umsatzrückgang gegeben hat, ist das Jahr 2017 für Walz dennoch „positiv“ verlaufen.

Torsten Waack van Wasen
Torsten Waack van Wasen (Bild: Walz)

Das lässt sich gut nachvollziehen. Denn zum einen ist der Konzern-Umsatz im vergangenen Jahr um 8,7 Mio. Euro gesunken, weil sich der Konzern erst im Frühjahr 2017 von seiner auf Möbel und Accessoires spezialisierten Händler-Marke „Mirabeau“ getrennt hat. Im Herbst 2017 wurde zudem der Online-Shop Walzkidzz geschlossen, über den zum größten Teil preisgünstige Spielwaren für Kinder zwischen drei und zehn Jahren angeboten wurden.

Seitdem konzentriert sich die Walz-Gruppe auf das Geschäft der drei Händler-Marken Babywalz (Baby-/Kinderkleidung und -ausstattung) plus Die moderne Hausfrau (Haushaltswaren) und WalzVital (Gesundheitsprodukte).

Beim Geschäft in dem Segment „Baby & Kids“ gingen zum Vorjahr zwar rund 8,4 Mio. Euro an Umsatz verloren. Ursache dafür war aber unter anderem, dass sich die Gruppe auf Umsätze mit positivem Deckungsbeitrag konzentriert und auf unrentable Umsätze verzichtet hat. Generell ging der Umsatz der Walz-Gruppe außerdem zurück, weil weniger gedruckte Hauptkataloge versendet wurden. Im Gegenzug wurde in die Neukunden-Akquise investiert und dazu die Anzahl der Beilagen erhöht.

Mit dieser Marketing-Strategie konnte der Walz-Konzern nach eigenen Angaben seine Werbekosten deutlich reduzieren und sein Kosten-Nutzen-Verhältnis verbessern. Auch das EBITDA hat sich deutlich erhöht, das mit einem Wert von -0,6 Mio. Euro zwar weiter negativ bleibt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Wert aber um 1,2 Mio. Euro verbessert werden (2016: -1,8 Mio. Euro). Auch deshalb zeigt sich die Geschäftsführung um Torsten Waack van Wasen (siehe Foto) mit der Entwicklung zufrieden.

Die Walz-Gruppe gehört Investor Alteri, der den Handelskonzern im Sommer 2015 von der insolventen Puccini-Gruppe übernommen hatte. Zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres hatten Waack van Wasen (CEO) und Stefan Weychert (CFO) die Geschäftsführung bei der Walz-Gruppe übernommen.

PS: Verpassen Sie keine Beiträge mehr! Jeden Freitag liefert Ihnen unser Info-Service alle Nachrichten, Analysen und Insider-Infos der Woche kostenlos in Ihr Postfach. 4.299 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel nutzen dieses Angebot schon, um up-to-date zu bleiben. Jetzt hier anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

2 Kommentare zu Trotz Umsatzrückgang: Walz-Gruppe freut sich über „positives“ Geschäftsjahr

  1. „dass sich die Gruppe auf Umsätze mit positivem Deckungsbeitrag konzentriert“

    Krassomat. Man „konzentriert“ sich auf Aufträge die Geld bringen statt welches zu verbringen. Wer hätte gedacht, dass Handel so funktioniert?

Kommentare sind deaktiviert.