Teleshopping: HSE24 wächst stark in Süd- und Osteuropa

Der Verkaufssender HSE24 liegt weiter auf Wachstumskurs. So steht für das Geschäftsjahr 2014 ein Gesamtumsatz von 649 Mio. Euro netto in den Büchern, wie das Unternehmen aus der Nähe von München nun verraten hat. Im Vergleich zum Jahr zuvor gab es ein Wachstum von knapp neun Prozent, das nicht zuletzt über das Geschäft im Ausland befeuert wurde.

HSE24 Online-ShopMode wird bei HSE24 von Kunden sehr stark nachgefragt (Bild: Screenshot)

Konkrete Zahlen zu den einzelnen Ländermärkten nennt HSE24 zwar nicht. Nach eigenen Angaben habe sich das Geschäft im Ausland aber stark entwickelt, wo die beiden HSE24-Ableger Shopping Live (Russland) und HSE24 Italien im vergangenen Geschäftsjahr 2014 ihren Umsatz zusammen „um fast zwei Drittel“ im Vergleich zum Jahr zuvor erhöhen konnten. Bei der aktuellen Russland-Krise dürfte allerdings vor allem HSE24 in Italien stark zugelegt haben.

Laut dem kürzlich veröffentlichten Konzernabschluss für das vorletzte Geschäftsjahr 2013 kam HSE24 in Russland auf einen Netto-Umsatz von 29,0 Mio. Euro und in Italien auf 16,8 Mio. Euro (siehe Grafik). In Südeuropa war HSE24 im November 2011 mit einem eigenen Ableger an den Start gegangen. In Russland dagegen ist der Verkaufssender seit Frühjahr 2012 aktiv, als man den einheimischen Verkaufssender “Shopping Live” übernommen hatte. Während man also in Italien komplett neu anfing, musste HSE24 in Russland nicht bei null starten. Das erklärt, warum es in Russland bereits mehr Umsatz gibt als in Italien, wo HSE24 ja länger aktiv ist.

HSE24 KennzahlenDen Löwenanteil vom Umsatz macht HSE24 in Deutschland (eigene Grafik)

Addiert man die Umsätze von HSE24 in Russland und Italien, so kommt man in diesen zwei Märkten im vorletzten Geschäftsjahr 2013 auf einen Wert von 45,8 Mio. Euro. Bei einem Plus von zuletzt fast zwei Dritteln dürfte HSE24 also vergangenen Geschäftsjahr 2014 in Russland und Italien zusammen einen Netto-Umsatz von über 70 Mio. Euro erwirtschaftet haben.

Aktiv ist HSE24 auch in Österreich und in der Schweiz. Wenn man nun rund 70 Mio. Euro aus Russland und Italien vom Gesamtumsatz in Höhe von 649 Mio. Euro abzieht, so verbleiben für die DACH-Region etwa 579 Mio. Euro. Das würde einem Plus von etwa fünf Prozent zum Jahr zuvor entsprechen, als HSE24 in der DACH-Region auf 550,8 Mio. Euro gekommen war.

HSE24 selbst spricht offiziell von einem Umsatzplus von sieben Prozent in der DACH-Region, nimmt als Maßstab dafür aber einen unkonsolidierten Konzernumsatz von 587 Mio. Euro (hier sind Umsätze aus Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften enthalten).

Kennzahlen von HSE24HSE24 wächst sowohl in Deutschland als auch in Europa (Bild: eigene Grafik)

Laut Geschäftsführer Richard Reitzner sollen die Ländermärkte Russland und Italien spätestens in zwei Jahren schwarze Zahlen schreiben und dann rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe erwirtschaften. Bei einem Wert von hochgerechnet rund 70 Mio. Euro hat das Geschäft in Russland und Italien im Geschäftsjahr 2014 erst für etwa zehn Prozent vom Umsatz gesorgt.

Insgesamt konnte HSE24 mit einer erfolgreichen Sortimentspolitik und kundenorientiertem Service bei Kunden punkten. Überdurchschnittlich zugelegt hat das Geschäft mit Mode, Schmuck und Beauty. Diese Sortimente würden auch wesentlich zur Rentabilität beitragen, wo der Konzern im vergangenen Jahr auch beim Ergebnis (EBITDA) zulegen konnte. Konkrete Zahlen nennt man zwar nicht, ein Jahr zuvor betrug das EBITDA aber 65,3 Mio. Euro.

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Über Stephan Randler 2133 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr