Shopping-Clubs: Limango wächst mit neuem Ländermarkt

Der Münchner Shopping-Club Limango hat im vergangenen Geschäftsjahr 2017 einen Netto-Umsatz von 188 Mio. Euro eingefahren. Damit konnte die Otto-Tochter ihr Geschäft um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausbauen, in dem man erst auf einen Netto-Umsatz von 152 Mio. Euro gekommen war.

Sven van den Bergh
Sven van den Bergh (Bild: Limango GmbH)

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es jetzt aber nicht nur mehr Umsatz. Auch die Wachstumsdynamik hat sich erhöht, da Limango vor zwei Jahren erst um 18 Prozent zulegen konnte. Mit ein Grund für diese Entwicklung ist, dass in dem vergangenen Jahr erstmals das Geschäft in Frankreich über die Dauer von vollen zwölf Monaten zum Umsatz beitragen konnte.

Zur Erinnerung: In Frankreich war Limango erst im Sommer 2016 gestartet, weil man vor Ort „wenige echte Konkurrenten“ sieht. Im ersten vollen Geschäftsjahr liegt der Frankreich-Umsatz 2017 jetzt bei acht Mio. Euro.

Konkrete Zahlen zu den weiteren Ländermärkten nennt Limango aber nicht. So heißt es nur, dass der Shopping-Club in Deutschland, Österreich sowie Holland und Polen um durchschnittlich 20 Prozent wachsen konnte und hier gleichzeitig profitabel war. Welches Ergebnis der Club über alle Ländermärkte eingefahren hat, bleibt so zwar im Dunkeln. Man kann aber davon ausgehen, dass Limango nicht zuletzt wegen dem Markteintritt in Frankreich im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen geschrieben hat.

Wachsen konnte der Shopping-Club generell, weil zum einen das Angebot weiter ausgebaut wurde. So gab es im vergangenen Jahr über 6.200 Verkaufsaktionen von mehr als 4.000 Marken. Ein Jahr zuvor waren es 4.800 Aktionen von 2.000 Marken. Dazu werde die Eigenmarke „Lamino“ gut angenommen, über die seit dem vergangenen Jahr eigene Schuhe und Bekleidung vertrieben werden. „Für weiteres Wachstum sind wir bestens aufgestellt“, freut sich Limango-Gründer Sven van den Bergh (siehe Foto).

Limango wurde 2007 gegründet und gehört seit 2009 zur Otto-Gruppe. Angeboten werden Restposten von Marken-Ware zu reduzierten Preisen. Jeder Verkauf ist zeitlich befristet oder läuft nur solange der Vorrat reicht, so dass Kunden bei einem konkreten Interesse schnell zuschlagen müssen. Einsehen können die Aktionen nur registrierte Mitglieder. Dazu gibt es ein Outlet mit öffentlichen Angeboten.

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Über Stephan Randler 2220 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr