Positives Kunden-Feedback: Rewe startet weitere Märkte mit Pick&Go

„Anmelden, einkaufen, rausgehen“: Mit diesen Worten beschreibt Rewe seine innovativen Pick&Go-Märkte, in denen Verbraucher mit dem Smartphone einchecken und bezahlen können. Dadurch können Kunden im Supermarkt einfach Produkte in ihre Einkaufstasche packen und aus einem Laden gehen, ohne noch an eine Kasse zu müssen. Dieses Store-Konzept kommt bei den Kunden an – und wird daher weiter ausgerollt.

Rewe Pick & Go
Eingangsschranke bei Pick&Go (Bild: Rewe)

So will Rewe in den nächsten Monaten gleich drei weitere Märkte an den Start bringen, in denen Kunden vollautonom einkaufen können. Geplant ist demnach, dass im kommenden Frühjahr zwei neue Märkte in Hamburg sowie ein Markt in Düsseldorf mit dem innovativen Pick&Go-Konzept ausgestattet werden.

Ausgebaut wird das Angebot, weil sich Pick&Go in der Praxis bewährt und bei Kunden immer beliebter wird. „Wir sehen aus dem bisherigen Testverlauf, dass Pick&Go sehr gut angenommen wird“, freut sich daher Jana Sanktjohanser, die als Projektleiterin bei Rewe für die Märkte mit Pick&Go-Konzept zuständig ist.

Das bisherige Kunden-Feedback ist für sie daher auch eine gute Ausgangsbasis, um zusätzliche Märkte zu planen und in den deutschlandweiten Test aufzunehmen. Aktuell ist der kassenlose Einkauf schon in vier Märkten in der Bundesrepublik möglich. Um in einem Supermarkt selbstständig ohne Kasse einzukaufen, müssen Verbraucher zunächst die App „Pick & Go“ von Rewe auf ihrem Smartphone installieren und dabei ein Kundenkonto anlegen. Neben der Rechnungsanschrift werden hier die Zahlungsmittel hinterlegt, mit denen Verbraucher ihre Käufe im Supermarkt bezahlen können. Die App benötigen Kunden auch, um den Markt überhaupt betreten zu können. Denn dieser hat eine Eingangsschranke, die Verbraucher erst öffnen müssen (siehe Foto oben). Dafür ist in der App ein QR-Code hinterlegt, den Kunden am Eingang scannen lassen müssen. Danach öffnet sich die Schranke – und Kunden können ganz normal im Markt einkaufen.

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Im Markt lassen sich danach alle gewünschten Artikel aus den Regalen entnehmen und anschließend direkt einpacken. Dabei wird automatisch ausgewertet, welche Produkte aus den Regalen entnommen werden. Im Supermarkt sind nämlich Kameras und Sensoren verbaut, die solche Aktivitäten auswerten. Es findet aber weder eine Gesichtserkennung statt – noch kann das System den Kunden später einmal wiedererkennen.

Das System erfasst lediglich jeden Nutzer als fortlaufende Nummer, über den Check-in am Eingang lassen sich die Käufe einem Kundenkonto zuordnen. Wenn Kunden alles zusammen haben, können sie den Markt einfach verlassen. Die Rechnung erscheint in der Rewe-App, über die der fällige Betrag auch abgerechnet wird. Damit bleibt Kunden nicht nur das lästige Schlangestehen an der Kasse erspart. Käufer müssen auch nicht mehr mühsam Artikel aus der Einkaufstasche kramen und auf das Kassenband legen, um zu zahlen.

Kein Wunder also, dass dieses Konzept auf positive Resonanz stößt. Denn der Einkauf in einem Pick&Go-Markt ist für Kunden im Idealfall ja zeitsparend und bequem – wenn denn alles planmäßig verläuft und alle Artikel richtig erfasst und abgerechnet werden. Das scheint aber die Regel zu sein. In der Praxis liegen die Nutzungs- und Erkennungsraten laut Rewe bislang jedenfalls „anhaltend auf einem sehr hohen Niveau“.

Zahl der Stores verdoppelt sich fast

Den ersten Markt mit Pick&Go-Konzept hat Rewe im Herbst 2021 in Köln für die Allgemeinheit eröffnet, zuvor hatte der Lebensmittel-Händler das Konzept bereits über fünf Monate intern getestet. Im Jahr 2022 kamen weitere Märkte in Berlin und München dazu. In diesem Jahr wurde zudem ein zweiter Standort in Köln eröffnet. Insgesamt gibt es damit vier Pick&Go-Märkte in Deutschland. Fast genauso viele Stores kommen im Frühjahr dazu, wenn Rewe sein innovatives Store-Konzept in drei weiteren Märkten startet.

Interessant dabei: Die Märkte in Köln und Berlin sind als hybride Supermärkte konzipiert. Kunden können daher vor Ort zwar eigenständig mit dem Smartphone einkaufen und bezahlen. Wer aber dennoch regulär einkaufen möchte, kann auf Wunsch vor Ort auch ganz klassisch an einer Kasse bezahlen. Lediglich der Markt in München ist als vollautonomer Store konzipiert. Bei diesem kassenlosen Supermarkt ist deswegen nur der Einkauf mit dem Smartphone möglich. Auch die drei neuen Stores sind jeweils als hybride Märkte konzipiert. Grund ist, dass Rewe bereits vorhandene Märkte mit der neuen Pick&Go-Technologie ausrüstet.

In der aktuellen Testphase optimiert Rewe sein System nach eigenen Angaben kontinuierlich. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wird in Hamburg künftig Pick&Go in einem Markt mit rund 1.200 Quadratmetern Fläche angeboten. Die bestehenden Märkte kommen aktuell auf Flächen von 400 bis 600 Quadratmeter.

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1 Kommentar

  1. Rewe kopiert hier das Prinzip von Amazon Go, das in den USA schon vor Corona in 26 Pilot-Stores in USA getestet wurde, das aber nicht funktionierte, sobald mehr als 20 Kunden zugleich einkauften. Ob es bei Rewe funktionieren wird, wenn die Ladenfläche auf 1.200 qm erweitert wird, muss sich noch zeigen.
    Ich schlug stattdessen im Sommer 2020 für die Schweiz als Testmarkt ein anderes Konzept vor. Nachzulesen im Fachmagazin Publisher unter https://publisher.ch/2020/07/01/von-der-schwarzen-kunst-zu-printed-electronics/

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