Projekt „Collins“: Eigener Shopping-Club startet in Kürze

Beim Multishop-Projekt „Collins“ aus dem Otto-Konzern stehen derzeit einige Neuerungen an. So soll der Fashion-Shop Aboutyou.de demnächst auch Kunden in der Schweiz angeboten werden, nachdem im Frühjahr bereits eine lokalisierte Länderversion des Online-Shops für Kunden in Österreich gestartet wurde. Das stellt Collins-Geschäftsführer Sebastian Betz in einem Online-Video in Aussicht, das gerade von der Otto-Tochter veröffentlicht wurde.

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Demnach hat die Otto-Tochter vor kurzem auch ihr Sortiment erweitert und bietet unter dem Menüpunkt „Kinder“ im Online-Shop Aboutyou.de jetzt erstmals Mode und Bekleidung für Mädchen und Jungen an. Das verwundert im ersten Moment, da der Otto-Konzern mit dem Fashion-Shop ja eine jüngere Zielgruppe erreichen will als etwa über den Otto-Versand und man daher bei Aboutyou.de nicht unbedingt Interessenten für Kindermode vermuten würde.

Gegenüber neuhandeln.de argumentiert man bei Collins aber, dass zur Zielgruppe ebenfalls Eltern gehören. Die weibliche Zielgruppe kaufe dann beispielsweise nicht nur für sich und ihre Partner online ein, sondern eben auch für den Nachwuchs. Mit den zusätzlichen Textilien für Kinder will man daher das Angebot sinnvoll um das vorhandene Kernsortiment erweitern.

Die Chancen stehen gut, dass diese Strategie aufgeht. Schließlich bietet zum Beispiel auch der Berliner Fashion-Händler Zalando online Kindermode an – obwohl man sich selbst in TV-Spots eher schrill präsentiert. Jüngere Kunden scheinen sich also an Randsortimenten für Kinder nicht zu stören, während sie für Eltern in dieser Zielgruppe wohl einen Mehrwert darstellen.

Erweitert wird das vorhandene Angebot in Kürze auch um einen Shopping-Club. Dieser soll noch in diesem Monat an den Start gehen und Kunden zeitlich befristete Rabatt-Aktionen bieten, wie man es auch von Shopping-Clubs wie Vente Privée kennt. Bestandskunden von Aboutyou.de erhalten automatisch Zugang zu den limitierten Angeboten und müssen keinen zusätzlichen Account anlegen. Neben den zeitlich befristeten Aktionsangeboten soll es auch ein Online-Outlet geben, in dem Kunden ständig Mode zu reduzierten Preisen kaufen können.

Unter dem Namen „Collins“ betreibt die Otto-Gruppe seit Mai 2014 verschiedene Online-Shops. wie Aboutyou.de und Edited. Das Besondere am Multishop-Modell ist, dass externe Entwickler für den Konzern tätig werden und Apps für Aboutyou.de programmieren können. Mit diesen Anwendungen will man Kunden zu Mode-Käufen inspirieren, an den Umsätzen werden die Entwickler wiederum beteiligt. In den ersten zehn Monaten seit dem Start wurde ein Netto-Umsatz von etwa 25 Mio. Euro erzielt, womit man nach eigenen Angaben „überplanmäßige Umsätze“ verbuchen konnte. In den kommenden fünf Jahren will man einen dreistelligen Jahresumsatz erzielen – auch dank neuer Angebote wie dem kommenden Shopping-Club.

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Über Stephan Randler 2265 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

3 Kommentare zu Projekt „Collins“: Eigener Shopping-Club startet in Kürze

  1. Das hört sich sehr innovativ an mit dem Shoppingclub, grad für Kindersachen.

    Wird ja auch Zeit dass jemand mal Limango Konkurrenz macht. Zu wem gehören die eigentlich?

  2. Limango gehört – wie Collins – zur Otto-Gruppe 😉

    Nach meinen Informationen sollen im Shopping-Club allerdings nur Textilien für Männer und Frauen angeboten werden und keine Kindermode.

    Einen Shopping-Club mit u.a. Männermode betreibt dafür Windeln.de unter Windelbar.de

  3. Im Ernst? Otto besitzt bereits einen bekannten Shoppingclub?

    Aber hat man Limango nicht erst neulich unter das Dach von Mytoys geholt, weil man sich nicht so wirklich durchsetzen konnte und nicht profitabel war?

    (An UNS lags nicht – gefühlt ist Töchterlein die nächsten 14 Jahre bis zum Abiball dank der grünen Pakete bestens ausgestattet)

    Insofern erschliesst sich halt nicht so ganz der Euphorie-Faktor 😉

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