Preiskampf vermeiden: Die Marktplatz-Strategie von Limango

Tradebyte Beitrag

Der Shopping-Club Limango bietet seit über zehn Jahren nun schon täglich neue Verkäufe von Aktionsware, die nur für kurze Zeit verfügbar ist. Zusätzlich gibt es bei der Otto-Tochter aber nun auch Produkte, die dauerhaft verfügbar sind. Möglich macht das ein neuer Marktplatz, über den Partner bei Limango verkaufen können. Über die Gründe spricht Christian Keller (Manager Marktplatz) mit neuhandeln-Sponsor Tradebyte, über den die technische Anbindung läuft.

Christian Keller
Christian Keller (Bild: Limango)

Tradebyte: Warum macht Limango denn nun auch Marktplatz-Business?

Christian Keller (siehe Foto links): „Mit dem Marktplatz-Modell setzen wir die Strategie fort, die führende Plattform für Familien-Shopping zu sein. Schon seit langem sind wir mit dem aktionsgetriebenen Geschäftsmodell am Markt erfolgreich. Hier bieten wir registrierten Kunden ausgewählte Angebote und haben damit bedarfsweckend agiert. Da wir einen immer größeren Stamm an Kunden haben, die auch gezielt nach bestimmten Produkten suchen, haben wir uns für das Marktplatz-Modell entschieden.“

Tradebyte: Und worin unterscheidet sich dann hier die Kundenansprache?

Keller: „Mit unseren Marktplatz-Angeboten können wir nun auch bedarfsdeckend handeln. Seit dem Start im Herbst 2017 haben wir weit über 100 Partner angebunden. Alleine 2018 kamen 80 Partner hinzu, die mehr als 700 Marken und 75.000 Produkte über unseren Marktplatz verkaufen. Denn einer unserer großen Vorteile im Vergleich zu anderen Portalen ist, dass keine Marke von mehr als einem Partner angeboten wird. Dadurch vermeiden wir, dass ein Preiskampf unter den Anbietern entsteht.“

Tradebyte: Nachdem auf dem Marktplatz nur Baby- und Kinderprodukte verkauft wurden, bietet ihr jetzt auch Artikel für Erwachsene an. Was ist der Grund und wie soll es hier weitergehen?

Keller: „Im aktionsgetriebenen Geschäftsmodell haben wir ja schon immer Produkte für die ganze Familie angeboten. Auf dem Marktplatz haben wir uns zunächst auf Baby- und Kinderprodukte beschränkt, um das neue Konzept zu testen und zu verbessern. Nach ersten Learnings möchten wir jetzt unsere komplette Zielgruppe – die junge Familie mit Eltern und Kindern – mit einem dauerhaften Sortiment versorgen. Auch Drogerie- und Elektro-Artikel sind deshalb für uns Zukunftskategorien.“

Limango wurde 2007 gegründet und gehört seit 2009 zur Otto-Gruppe. Angeboten werden Restposten von Marken-Ware zu reduzierten Preisen. Jeder Verkauf ist zeitlich befristet oder läuft nur solange der Vorrat reicht. Einsehen können Aktionen nur registrierte Mitglieder. Öffentlich zugänglich sind dagegen die Angebote im Limango-Marktplatz und im Limango-Outlet, über das Restposten aus den Aktionen vermarktet werden. Limango verkauft in Deutschland, Österreich, Frankreich, Holland und in Polen.

Der Shopping-Club hat das vergangene Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Netto-Umsatz von 229 Mio. Euro abgeschlossen (Ende: 28. Februar). Demnach konnte die Otto-Tochter aus München im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zulegen – auch weil sich das Marktplatz-Geschäft positiv entwickelt hatte.

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Über Stephan Randler 2273 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

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